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Düsseldorf-Wersten: Politik soll Neubau der Feuerwache beschließen

Ersatzneubau für die marode Wache 7 am Werstener Feld : Politik soll Neubau der Feuerwache beschließen

An der Werstener Friedhofstraße sollen Betriebgebäude für die Feuerwehr und das Gartenamt gebaut werden. Im Oktober 1961 wurde am Werstener Feld 30 die Feuer-und Rettungswache in Dienst genommen, die inzwischen stark sanierungsbedürftig ist.

Die Bezirksvertretung 9, der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen und der Bauausschuss beraten in der aktuellen Sitzungsperiode über den Neubau der Feuer- und Rettungswache 7 und des zentralen Betriebshofes Süd am Standort Werstener Friedhofstraße 70/72. Der Rat wird in seiner Sitzung am 18. März über den Standort entscheiden und die Verwaltung mit der weiteren Planung des Projektes beauftragen. Die BV 9 hat in ihrer Sitzung am vergangenen Freitag das Vorhaben ohne Diskussionen einstimmig durchgewunken.

Der Hintergrund der Maßnahme: Die derzeitige Feuer- und Rettungswache 7 in Wersten bildet laut Stadt den aktuellen Bedarf der Feuerwehr nicht mehr ab. Eine bedarfsgerechte Erweiterung und Sanierung der Feuerwache bei laufendem Betrieb ist weder machbar noch wirtschaftlich. Eine Organisationsuntersuchung der Betriebshöfe des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes im Düsseldorfer Süden habe Optimierungsbedarfe aufgezeigt. Die dezentral angelegten Betriebshöfe seien veraltet und sanierungsbedürftig.

Auf der Suche nach einem neuen Grundstück wurde die Verwaltung fündig: Das Areal an der Werstener Friedhofstraße/Ecke Hügelstraße erfüllt die Standortkriterien der Feuerwache 7 im Hinblick auf das Einsatzgebiet, die Anbindung an den Verkehr und verfügt mit einer Fläche von zirka 20.000 Quadratmeter über die erforderliche Größe für den Neubau der Feuerwache und eines zentralen Betriebshofs. Besonderer Wert wurde bei den Planungen seitens des Amtes für Gebäudemanagement auf den Schutz der angrenzenden Nachbarbebauung gelegt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. So habe ein Konzept aus baulichen und betrieblich organisatorischen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Ausrichtung der Gebäude, Schallschutzwände, Festlegung der Betriebs- und Einsatzzeiten der beiden Nutzer, entwickelt werden können. Im Juni vergangenen Jahres hatte es eine Online-Bürgerinformation gegeben, bei der die Verwaltung auch Fragen von Bürgern beantwortet hatte.

Die Gebäude erhalten extensive und intensive Gründächer. Teile der Fassade und die Schallschutzwände werden mit Kletter- und Rankpflanzen versehen, die auch zum Nestbau für Vögel geeignet sind. Die Fläche zwischen den Gebäuderiegeln und den Nachbarschaftsgrenzen (Siebenbürgenweg/Hermannstadtstraße) wird als Grünstreifen ausgebildet.

Stadtkämmerin Dorothée Schneider hebt hervor: „Für die Stadt stellt das Erreichen der Klimaschutzziele eine wesentliche Aufgabe der nächsten Jahre dar. Für die Planung der Neubauten dieses Projektes bedeutet dies, die Berücksichtigung eines hohen energetischen Neubaustandards.“

Umweltdezernentin Helga Stulgies ergänzt: „Ich freue mich, dass wir für die Beschäftigten der Feuerwehr und des Gartenamts mit dem Neubau endlich angemessene, moderne und nachhaltige Betriebsgebäude sowie die Voraussetzung für zeitgemäße Arbeitsbedingungen schaffen.“

Die Herbeiführung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses wird für das vierte Quartal 2022 angestrebt. Der Baubeginn könnte dann laut Stadt im dritten Quartal 2023 erfolgen. Die Kosten liegen derzeit bei zirka 35,7 Millionen Euro zuzüglich Grunderwerbskosten in Höhe von rund fünf Millionen Euro.