Düsseldorf-Wersten: Muskeln stählen umsonst und draußen

Neuer Fitnessparcours in Wersten : Muskeln stählen umsonst und draußen

Der neue Fitnessparcours im Werstener Grünzug ist so gut wie fertig. Im Frühjahr soll er nun endlich eröffnet werden.

Da der Winter mit seiner Kälte und Feuchtigkeit sich nicht so gut macht, um ein neues Außenangebot in Betrieb zu nehmen, müssen sich die Jugendlichen noch bis zum Frühjahr gedulden. Dann endlich wird ihnen der Fitnessparcours im Werstener Grünzug zur Verfügung stehen.

Bevor an den Geräten die Muskeln gestählt werden können, müssen diese auch noch vom TÜV abgenommen werden. Und da auch die letzten Bodenarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, ist der große Bereich in Richtung früherer Streetballanlage noch großräumig abgesperrt. Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Grünfläche nahe der Hügelstraße und neben den Tennisplätzen des TC Holthausen gelegen, sind die Sportgeräte, darunter Hangelstrecken und Klimmzugstangen, alle schon aufgebaut und stehen bald zum Sport treiben bereit.

Ein Gerät, das am Eingang des Grünzugs in Nähe der Kölner Landstraße steht, ist noch mit Flatterband abgesperrt. Hier kann später balanciert werden. Alexander Richter, der beim städtischen Gartenamt als Landschaftsarchitekt arbeitet, hat die Federführung für das Projekt. Er freut sich, dass es noch keinen einzigen Vandalismusschaden gibt. Das führt er auch darauf zurück, dass die Stadt beim Planen die künftigen Nutzer einbezogen hat. Der Streetballkorb musste schon abgebaut werden, weil er mehrfach beschädigt worden war.

Auch dieses Gerät ist noch per Flatterband abgesperrt. Foto: Andrea Röhrig

Zu zwei Planungsworkshops waren die Besucher der Offenen Tür in Wersten eingeladen, der eine fand im Oktober 2017, der andere im November 2018 statt. Beim zweiten Termin wurde den jungen Leuten der Plan vorgestellt, den das Büro Strauchwerk nach den Vorschlägen der künftigen Nutzer entwickelt hat. Da es im Keller der Jugendfreizeiteinrichtung einen Raum gibt, wo die Jugendlichen an Geräten Kraft und Ausdauer trainieren können, lag die Idee nahe, künftig ein ähnliches Angebot umsonst und draußen anzubieten.

Über diese Matte kann man balancieren oder sich darin entspannen. Foto: Andrea Röhrig

300.000 Euro hatte die Stadt für die Umsetzung des Projektes zur Verfügung. Zwei Drittel der Summe floss aus dem Topf des seit 2011 laufenden Förderprogramms Soziale Stadt Holthausen/Wersten; den Rest steuerte die Stadt hinzu. Eigentlich hätte der Fitnessparcours schon im vergangenen Sommer fertig sein sollen, doch der Baubeginn verzögerte sich, sodass es nun Frühjahr 2020 wird.

Die Planer setzen darauf, dass die jungen Leute, die mitgeplant haben, ein Auge darauf haben werden, dass die Nutzer pfleglich mit dem neuen Fitnessparcours umgehen. So lautet die soziale Funktion des neuen Angebotes „fair, respektvoll und tolerant miteinander umgehen“.