Düsseldorf-Wersten: Mosaikschule wird erweitert

Förderschule für geistige Entwicklung in Wersten : Mosaikschule wird erweitert

Die Förderschule für geistige Entwicklung in Wersten bekommt einen Erweiterungsbau für 1,8 Millionen Euro. Die Arbeiten beginnen Anfang 2020. Die Schule platzt aus allen Nähten. Aktuell besuchen sie 180 Kinder.

Dass die Stadt nun in die Erweiterung der Mosaikschule 1,8 Millionen Euro stecken will, freut Andreas Rupieper. Der Sonderpädagoge kam 1999 als Konrektor nach Wersten; schon zwei Jahre später übernahm er die Schulleitung der Förderschule für geistige Entwicklung Am Massenberger Kamp. Dort werden Kinder mit geistigen Einschränkungen, die an einer Regelschule überfordert wären oder dort in der großen Klassenstärke nicht ausreichend unterstützt werden können, ab dem ersten bis zum elften Schuljahr gefördert, jedes nach seinen Fähigkeiten.

50 Lehrer und 50 Schulhelfer kümmern sich aktuell um 180 Schüler. In den vergangenen Jahren sind es immer mehr geworden, bei dem gleichen Platzangebot. „Das war hier früher die Volksschule; viele Werstener haben daran gute Erinnerungen, weil sie hier das Schwimmen gelernt haben“, erzählt Rupieper, der mit seinem Stellvertreter Jürgen Paust-Nondorf im Stadtteil bestens vernetzt ist. Vor allem durch die Hilfe des umtriebigen Hausmeisters ist das Gebäude so weit gut in Schuss, doch es platzt aus allen Nähten: „Wir haben inzwischen schon keinen Musik-, keinen Kunst- und keinen Textilfachraum mehr, weil wir alle in Klassenräume umgewandelt haben“, berichtet der Pädagoge.

Die Platzprobleme werden durch den Neubau nun deutlich abgemildert. In einem Erweiterungsbau entstehen drei neue Werkräume. Rupieper: „Wir freuen uns, dass die Stadt uns mit dem Ausbaubeschluss ihre Wertschätzung zeigt.“ Aber er sagt auch, dass er und seine Kollegen es noch lieber gesehen hätten, wenn der Anbau gleich dreistöckig gebaut worden wäre und die Schule so hätte gleich neun Räume zusätzlich gewinnen können. Immerhin lässt die Statik des Gebäude es zu, dass es um eine Etage aufgestockt werden kann. Doch dabei will der Schulleiter nicht undankbar erscheinen. Er hofft darauf, dass durch den Ausbau der Franz-Marc-Schule, ebenfalls eine Förderschule für geistige Entwicklung, sich die Schülerzahlen künftig anders verteilen.

In der Sitzung des zuständigen Schulausschusses am Mittwoch gab es keine Diskussionen, sagte Andreas Rupieper. Kommenden Donnerstag in der Sitzung des Stadtrates soll das Bauprojekt endgültig beschlossen werden. Außer einem Erweiterungsbau bekommt die Schule auch ein neues Toilettengebäude. Die Container und Garagen werden an anderer Stelle wieder aufgestellt oder ersetzt. Mit den Abbrucharbeiten soll im ersten Quartal des Jahres begonnen werden; Baubeginn ist für das zweite Quartal vorgesehen. Die Bauzeit beträgt 16 Monate, demnach ist aktuell die Fertigstellung planmäßig für das zweite Quartal 2021 vorgesehen.