Düsseldorf-Wersten: Märchenfieber spielt "Das Gespenst von Canterville"

Neues Stück von Theatergruppe Märchenfieber : Der Spuk beginnt

Erstmals startet die Gruppe „Märchenfieber“ mit einer Gespenstergeschichte in die Vorweihnachtszeit. Premiere des Stücks „Das Gespenst von Canterville“ ist am 1. Dezember. Es gibt noch wenige Restkarten.

Pünktlich zum Start in die Adventszeit präsentiert die Werstener Schauspielgruppe „Märchenfieber“ ab Sonntag, 1. Dezember, ihr neues Stück. Diesmal ist es kein klassisches Märchen, das die Protagonisten in die Neuzeit transferieren, sondern eine allseits bekannte Spukgeschichte. „Wir haben uns das Gespenst von Canterville ausgesucht“, sagt Karen Baum. „Es ist das erste Mal ein Stück, in dem es auch ein bisschen gruselig wird, aber das ganze natürlich kinderfreundlich bleibt “, sagt sie.

Die witzige und schaurig-kettenrasselnde Version des Stücks stammt in ihrer Neufassung aus der Feder von Marion Schröder und Anja Klein. Die beiden Ensemble-Mitglieder kennen den Klassiker von Oscar Wilde gut. Viele ihrer Kollegen begleitete der Stoff schon durch Kindheit und Jugend. Mit einer neuen Version für Familien und Kinder ab fünf Jahren wollen sie das Publikum unterhalten. Die Charaktere des Stücks lassen sie in der Märchenfieber-Welt aufleben.

Die Geschichte spielt im schönen, alten England. Dort warten in ländlicher Idylle Butler Shakelford (Marion Schröder) und die Hausdame Mrs. Umney (Karen Baum) auf die neuen Besitzer des altehrwürdigen Schlosses Canterville. Kein Geringerer als der amerikanische Botschafter Mr. Otis (Stephan Ehlen) und seine Frau, Mrs. Otis (Anja Klein), mitsamt ihren Kindern Virginia (Renate Bode), Ben (Heidi Reich) und Jerry (Nerimar Reißig) beziehen das Anwesen von Lord Canterville (Tilman Breitenstein). Aber sie sind nicht allein. Seit über 300 Jahren treibt ein Gespenst sein Unwesen auf Canterville, und so beginnt der Spuk.

Das geschieht mit Lichteffekten und einem aufwendigen Bühnenbild mit einer drei Meter hohen Konstruktion. „Daran haben wir viel gebaut und geschraubt“, sagt Karen Baum. Das Märchenfieber-Team schaffte eine neue Lichtanlage an und zimmerte eine Konstruktion, die das neue Anwesen der Familie darstellt. „Wir wollten auch die Schloss-Atmosphäre einfangen und zeigen das ein Gespenst wirklich durch Wände gehen kann“, sagt Karen Baum.

Das Gespenst von Canterville, Sir Simon, spielt Agnieszka Lorenz. Eine Rolle mit sehr viel Text, Bewegung und Ausdruck. Ein anspruchsvoller Part auch für die Stimme der Darstellerin, denn das Gespenst spricht eben nicht wie ein Mensch.

In der aktuellen Inszenierung gibt es Bezüge zu Düsseldorf und aktuellen gesellschaftlichen Themen. „Wenn man in ein Schloss zieht, muss man zum Beispiel auf die Heizkosten achten“, sagt Karen Baum. Auch der Klimawandel wird so in der Spukgeschichte thematisiert.

Premiere feiert das Stück am ersten Adventssonntag, 1. Dezember, in der Aula der GGS am Rheindorfer Weg. Dort wird das „Gespenst von Canterville“ jeweils um 12 Uhr und um 16 Uhr gespielt. Die nächste Aufführung zeigt die Gruppe eine Woche später am Samstag, den 7. Dezember, um 16 Uhr, im Stephanushaus der Evangelischen Kirche an der Wiesdorfer Straße 13. Die Einnahmen fließen an die Don Bosco Stiftung „Mit Herz und Hand für Wersten“. Zwei weitere Aufführungen sind im Stephanushaus am 8. Dezember, um 12 Uhr und 16 Uhr. Dann gibt es neben dem Theaterstück auch ein afrikanisches Buffet für die Besucher, das Nicole Murschall zubereitet.

Es gibt noch Karten im Vorverkauf. Sie sind unter Telefon 0162/76 38 379 oder in der Kindertagesstätte, Wiesdorfer Straße 15, erhältlich. Familien zahlen 12 Euro, pro Person beträgt der Eintritt vier Euro.