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Düsseldorf: Stiftunsgvorstand Klaus Lorenz und die Folgen der Pandemie für Wersten

Mein Leben im Lockdown : „Originelle Aktionen fördern unser Zusammenleben“

Klaus Lorenz, Vorsitzender der Werstener Stiftung „Mit Herz und Hand für Wersten Don Bosco“ erlebte in der Pandemie viel Kreativität von seinen Mitbürgern im Stadtteil.

Direkt am Anfang der Pandemie im März wurden die Werstener aktiv: Sie boten an, Erledigungen zu übernehmen, einzukaufen, mit dem Hund Gassi zu gehen – alle Formen der Nachbarschaftshilfe. Da war sofort engagierte Nächstenliebe spürbar, ganz unkompliziert und offen. Das fanden wir als Stiftung super und haben es auch über unsere Kanäle kommuniziert.

Dann erinnere ich mich an den Aufruf von Oberbürgermeister Thomas Geisel, die örtliche Gastronomie zu unterstützen. Auch das hat in Wersten sofort funktioniert. Als weiteres besonders kreatives Beispiel haben wir vom Stiftungsvorstand die erfolgreiche Aktion von „Werstenbuch“ wahrgenommen. Wir haben dadurch schon eine Spende in Höhe von 3000 Euro für unsere Stiftung bekommen. Das Team des Buchladens bot selbst genähte Alltagsmasken – und die Werstener haben sie gekauft. Wir freuen uns über diese große Spende, die wir für karitative Zwecke im Stadtteil einsetzen werden.

Für mich zeigt das beispielhaft, wie Geschäftsleute, Kirchen, soziale Einrichtungen, Kitas, Schulen, Vereine und auch wir als Stiftung die Herausforderungen der Pandemie annehmen und damit Licht, Wärme und Freude in dieser düsteren Zeit der Einschränkungen in unseren Stadtteil bringen. Es sind einige neue Aktionen gelungen, wogegen wir auf andere lieb gewonnene Dinge verzichten mussten. Wir hoffen darauf, dass 2021 wieder unsere Gemeinschaftsaktionen, wie „Alde Wäschdener im Zelt“, das Musikfestival Rock am Bach, die Seniorenschifffahrt, der Adventskalender und die Kinder-Musik-Wochen stattfinden können. Sehr getroffen hat uns, dass wir die Planung für ein Weihnachtsfest am Heiligabend für alleinstehende Werstener in der Offenen Tür absagen mussten. Aber es gab auch spannende Momente: Ich erinnere mich gerne an die Zusammenarbeit beim Jahreskalender „Wersten 2021“, beim Heimatsommer, Rock am Bach sowie bei unserer schon zwei Jahrzehnte währenden Weihnachtsgeschenke-Aktion für Kinder und Jugendliche in den Schulen und Jugendeinrichtungen.

Mut zum Durchhalten und Zuversicht sind gefragt. Es lohnt sich, auf die Homepages der Stiftung, der Kirchen und Vereine oder ins Wersten TV zu schauen. Was uns allen fehlt, sind persönliche Kontakte und Begegnungen; das ist sehr einschneidend. Da muss man jetzt andere Weg der Kontakte und des Miteinanders finden. Über Kontaktaufnahme per E-Mail und Telefon freuen sich die Aktivisten. Mit Stolz erfüllt uns, dass in Wersten der Heimatsommer mit dem Mitmach-Zirkus und allem Drumherum durchgeführt werden konnte. Das tolle Familienangebot wäre es wert, wieder stattzufinden, wenn man das Virus im Griff hat. Als Stiftung sagen wir jetzt schon unsere erneute Unterstützung zu.

Protokolliert von Simona Meier.