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Düsseldorf: Radfahrer kommen auf Matsch-Radwegen ins Schleudern

ADFC fordert von der Stadt schnelles Handeln : Radfahrer geraten ins Schleudern

Nach Schnee, Eis und Hochwasser blockiert nun Matsch die Radwege. Eine Person stürzte an der Unterführung zum Brückerbach. Die Stadt will den Weg am Freitag reinigen.

Plötzliches Bremsen hilft nur bedingt, denn wer in der Unterführung am Brückerbach ins Schleudern gerät, landet im Matsch und stürzt. Nach dem Hochwasser blieb hier der Dreck zurück auf der bei Fußgängern und Radfahrern beliebten Route zwischen Wersten und Himmelgeist. Eine Person verletzte sich dort bereits. „Am Mittwoch gab es einen Einsatz des Rettungsdienstes. Ein Fahrradfahrer stürzte und musste ins Krankenhaus gebracht werden“, sagt Christopher Schuster, Pressesprecher der Düsseldorfer Feuerwehr.

Auch einen Tag später ärgern sich Radfahrer und schieben ihre Drahtesel vorsichtig durch den Schlamm. „Das müsste doch auch mal gesäubert werden“ sagt ein Radfahrer, der die Stelle fotografiert und diese melden will. Während des Hochwassers war der Weg gesperrt, ob er bereits wieder offiziell freigegeben wurde, ist nicht ersichtlich.

Die aufgestellten Schilder landeten auf den Wiesen und im Brückerbach, so dass für Passanten nicht klar ist, wie es unter der Brücke tatsächlich aussieht und ob der Weg offiziell passierbar ist. Viele steigen bei den aktuell milderen Temperaturen wieder gerne aufs Rad. Dass sie nach Schnee, Eis und Hochwasser jetzt trotzdem sehr plötzlich ins Schleudern geraten können, ist vielen gar nicht bewusst, denn der Matsch taucht wie in Wersten erst plötzlich auf.

Solch gefährliche Stellen dürfte es aus Sicht des Fahrradvereins ADFC nicht geben: „Wenn es dann schon zu Unfällen kam, ist es fahrlässig, das nicht zu sperren und eine Reinigung umgehend in die Wege zu leiten“, sagt Jan-Philipp Holthoff, Vorstandsmitglied des ADFC Düsseldorf. Er verweist darauf, dass die Stadt Pläne für Hochwasser habe und entsprechende Sperrungen vorsehe. Da es sich um eine beliebte Radstrecke handele, müsste bei einer Sperrung durch Hochwasser bis zur Freigabe eine Umleitung ausgeschildert sein. „Und ehrlich gesagt, wenn auf einer Fahrbahn eine Ölspur ist, dann wird die auch sofort abgstreut und freigespritzt oder abgekehrt, das könnte man mit dem Weg auch machen“, sagt Jan-Philipp Holthoff. Wieso das bislang nicht geschah, ist offen. Grundsätzlich sollten Bürger melden, wenn sie solche Gefahrenstellen entdecken, empfiehlt der Vertreter des Fahrradvereins.

Auf Anfrage unserer Redaktion teilt die Stadt zu dem sehr vermaschten Weg mit, dass die Gefahrenstelle bislang nicht bekannt gewesen sei. Doch es soll nun schnell Abhilfe geschaffen werden: „Der Stadtentwässerungsbetrieb wird den Weg jetzt am Freitag säubern“, sagt Stadtsprecher Volker Paulat.