Düsseldorf: Gruselige Kürbisköpfe erobern den Südpark

Halloweenaktion der Werkstatt für angepasste Arbeit : Gruselige Kürbisköpfe erobern den Südpark

Die Nachfrage nach Kürbissen bei der Halloween-Aktion der Werkstatt für angepasste Arbeit am Samstag war groß.

Die Schlange an der Kasse des Hofladens im Südpark war am Samstag besonders lang. Es standen Familien an, die orangefarbene Kürbisse in den Händen hielten. Diese hatten sie sich zuvor aus großen Gitterkörben ausgesucht. Mit dem Kürbis ging es dann direkt zur Kantine, wo aus dem Gemüse ein gruseliger Halloween-Kopf wurde. „Wir machen diese Aktion schon zum zehnten Mal“, erzählte Melanie Willer, Abteilungsleiterin der Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA). „Die Hauptattraktion ist das Kürbisschnitzen.“

Insgesamt 250 Kürbisse wurden von einem Kürbishof in Hürth für die Aktion gespendet. „Es lohnt sich, früh da zu sein“, wusste Melanie Willer zu berichten. Wer zuerst da war, hatte die größte Auswahl. Um dem enormen Andrang Herr zu werden, wurden Nummern verteilt, denn die Schnitzplätze in der Kantine waren begrenzt. Hier ging es den Kürbissen an den Kragen. Zunächst wurde ihnen ein großes kreisrundes Stück rund um den Stiel herausgeschnitten. Danach arbeiteten die Kinder, die Väter und Mütter mit Löffeln weiter, um die Teile auszuhöhlen.

Manuela Hirsch war mit ihrer Tochter Marie konzentriert dabei, die Augen aus dem Kürbis zu schneiden. Dazu lagen kleine, scharfe Sägen bereit. „Das ist gar nicht so einfach“, meinte Manuela. Schmale Schlitze sollten es werden, damit der Kürbiskopf hinterher richtig erschreckend aussah. Marie wusste auch schon, wo er seinen Platz finden wird. „Auf der Mauer neben der Haustür“, erklärte die Fünfjährige.

Der Halloween-Kürbis der Familie Seeger war da schon so gut wie fertig. Schrägstehende Augen und einen breiten Mund mit schiefen Zähnen hatte sie ihm verpasst. „Ich glaube, der sieht richtig gut aus, wenn wir eine Kerze reinstellen“, meinte Peter Seeger. Seine Söhne Marco (6) und Noah (3) nickten begeistert. Sie hatten beide mitgewirkt. „Ich habe mit Noah geholfen, den Kürbis leer zu machen“, ver­riet Marco. Auch hier ist schon klar, wo der Kürbiskopf hinkommen soll. „Auf die Terrasse.“ Marco Seeger ergänzte: „Da erschreckt er dann alle Einbrecher und die rennen schnell davon.“

Mit so einem Schutz kann ja in der dunklen und gruseligen Halloween-Zeit nichts mehr schiefgehen. Wer keine Lust hatte, lange auf einen Schnitzplatz zu warten, konnte in der Zwischenzeit ein Insektenhotel basteln. Dazu hatten Mitarbeiter der WfaA bereits kleine Häuser mit unterschiedlich großen Löchern präpariert. Cordula Evertz und Tochter Laura ließen sich von WfaA-Mitarbeiter Pascal zeigen, wie die Dachpappe darauf befestigt wird: mit einem Hammer und vier Nägeln. „Es ist nicht schlimm, wenn es nicht perfekt aussieht“, versicherte Pascal. Cordula musste ihrer fünfjährigen Tochter ein wenig mit dem schweren Hammer helfen. Aber dann war das Dach fest.

Pascal hämmerte sicherheitshalber nochmal nach. Oben kam noch ein Haken hinein, an dem das Insektenhotel aufgehängt wurde. „Das kommt auf den Balkon“, verriet Laura. Derweil angelten andere Kinder Gespenster aus einem kleinen Schwimmbecken oder bestaunten die lebensgroßen Maskottchen Rheinhold und Rheinhilde.

Am Holzbackofen gab es frisch gebackenen Apfel- oder Kirsch-Crumble und im Hofladen konnten Weckgespenster, Laugenfinger und „Donetz“ erstanden oder der orangefarbene Halloween-Käse mit Ingwer oder Sonnenblumenkernen probiert werden. Rund 30 WfaA-Mitarbeiter waren im Einsatz, damit die Halloween-Aktion für alle zu einem großen Spaß werden konnte. „Wir haben alles, was zum Gruseln dazugehört“, meinte Melanie Willer.