Düsseldorf: Erstes Musikfestival "Rock am Bach"

Musikfestival in Wersten : „Rock am Bach“ feiert Premiere

Die Werbegemeinschaft „Wir in Wersten“ lädt Samstag und Sonntag zu einem Musikfestival an den Brückerbach. Neben Livemusik gibt es auch einen Flohmarkt. Die Veranstalter setzen auf Nachhaltigkeit.

Der über eine Fischtreppe plätschernde Brückerbach und blökende Schafe bestimmen aktuell noch die akustische Atmosphäre an der Brücke über das kleine Flüsschen am Ende des Mendelwegs im Westen von Wersten. Die Geräuschkulisse wird sich jedoch am kommenden Wochenende vollständig ändern; denn am Samstag, 21. September, werden ab 11 Uhr acht Bands zur Premiere des Festivals „Rock am Bach“ an den Start gehen.

Als Veranstalter fungiert die Werbegemeinschaft „Wir in Wersten“, die sich mit mehreren Kooperationspartnern, darunter dem Awo-Aktivtreff, dem DRK, der Rheinbahn und dem selbstverwalteten Jugendzentrum Haus Spilles in Benrath, zusammengetan hat. „Das Echo im Stadtteil ist bereits groß, alle sprechen schon davon“, berichtet  Michael Makoschey, Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Das Programm am Samstag sieht Konzerte überwiegend im Stadtteil ansässiger Bands vor. Als Headliner wird um 20 Uhr „Auch keine Lösung“ auftreten. Am Sonntagvormittag intoniert die Bigband der Rheinbahn Musik zum Frühschoppen. Die Zwischenmoderationen übernimmt Käthe Köstlich.

Im Rahmen des parallel stattfindenden Trödelmarkts bieten Samstag und Sonntag jeweils 30 Flohmarkt-Händler ihre Kostbarkeiten aus Kellern und von Dachböden an. Während des Festivals, das am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 15 dauern soll, kann sich das Publikum mit alkoholfreien Getränken sowie Bier, Wein und Gegrilltem versorgen.

Die Idee zu dem Festival hatte Wir-in-Wersten-Vorstandsmitglied Dirk Rauchmann bereits vor zehn Jahren, doch erst im vergangenen Jahr nahm sie konkrete Gestalt an. „Im Vorfeld gab es reichlich zu besprechen, unter anderem mit dem Ordnungsamt, dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt, der Unteren Fischereibehörde sowie dem Stadtentwässerungsbetrieb, von dem wir letztlich unsere Genehmigung erhalten haben“, sagt Rauchmann, der auch die Initiativen „Mit Herz und Hand für Wersten“ sowie die Werstener Jonges ins Boot holte.

Sabrina Hanken vom Awo-Aktivtreff wird sich speziell um die Musiker kümmern. Insgesamt sind über 30 Helfer im Organisationsteam engagiert, die sich um die 300 bis 400 erwarteten Festivalbesucher kümmern werden.

Großes Augenmerk wird auf die Vermeidung von Müll gelegt. „Wir setzen weitgehend auf Mehrweg und haben extra einen Rock-am-Bach-Plastikbecher kreiert, für den wir zwei Euro Pfand nehmen. Der wird gespült und wieder verwendet oder kann als Erinnerungsstück mit nach Hause genommen werden“, sagt Rauchmann, der darauf hinweist, dass ein Nachbar das notwendige Wasser zum Spülen zur Verfügung stellt. Weintrinker, die die Auswahl zwischen drei unterschiedlichen Ahr-Weinen haben, können für ihr Glas eine besondere Halterung erwerben, die Glasbruch vermeiden hilft.

Auch wenn das Gros der Fans zu Fuß oder mit dem Fahrrad – ein Fahrrad-Parkplatz wird eingerichtet – kommt, so könnte sich dennoch der Autoverkehr als Problem erweisen. Rauchmann will deshalb noch abklären, ob das jenseits des Brückerbachs gelegene Parkhaus an der Uni von den Festivalbesuchern genutzt werden kann.

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