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Düsseldorf: Caritas schließt das Klara-Gase-Altenheim

Derzeit leben dort noch 14 Bewohner, 61 waren es bei einer Vollbelegung : Caritas schließt das Klara-Gase-Altenheim

Laut Caritas wäre ein Umbau des Hauses, das in den 1980er Jahren eröffnet wurde, nicht wirtschaftlich gewesen. 14 Menschen müssen umziehen. Und auch für 35 Mitarbeitende müssen neue Arbeitsplatz gefunden werden. Betriebsbedingte Kündigungen gibt es nicht.

Weil die Caritas das Altenzentrum Hildegardisheim in Garath nicht nach den seit 2018 geltenden gesetzlichen Vorgaben mit einer Abdeckung von 80 Prozent an Einzelzimmern mit Nasszelle in dem denkmalgeschützten Bau hätte umbauen können, wurde das Wohnheim in der Nähe neu gebaut. In Wersten geht der Wohlfahrtsverband einen anderen Weg: Wie der Vorstand des Düsseldorfer Caritasverbandes bereits 2019 beschlossen hatte, wird der Betrieb des Altenzentrums Klara-Gase-Haus zum 31. Januar 2022 eingestellt.

In diesem Jahr hätten noch Gespräche mit verschiedenen Entscheidungsträgern stattgefunden, um eine Weiternutzung der Einrichtung zu ermöglichen, auch unter dem Eindruck über 1000 fehlender stationärer Altenpflegeplätze in Düsseldorf, heißt es in einer Pressemitteilung. „In den vergangenen Monaten haben wir alles getan, um den Standort in Wersten zu halten. So haben wir versucht, den Schwerpunkt der Einrichtung auf andere pflegerische Versorgungsformen umzustellen. Dies hat sich jedoch für die Bewohner als auch für die Mitarbeitenden als nicht zufriedenstellend herausgestellt“, erläutert Referatsleiter Rainer Schlaghecken.

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Hintergrund der Schließung sind laut Caritas-Direktor Henric Peeters die baulichen Strukturen des Gebäudes: Modernisierungsmaßnahmen hätten ein erhebliches Investitionsvolumen notwendig gemacht, die nicht zu realisieren gewesen seien. „Uns ist sehr bewusst, welche Belastungen diese Entscheidung für die noch verbleibenden Bewohner und ihre Angehörigen sowie für unsere Mitarbeitenden bedeutet. Aktuell wird daran gearbeitet, den Umzug der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Umverteilung der Mitarbeitenden auf Caritas-Altenzentren im Stadtgebiet „möglichst reibungslos und für alle Beteiligten zufriedenstellend umzusetzen“, ergänzt Anna Gockel-Gerber, Finanzvorstand Caritasverband.

Die verbliebenen 14 Bewohnerinnen und Bewohner - 61 wären es bei einer Vollbelegung gewesen - sowie die 35 Mitarbeitenden seien im November informiert worden und hätten das Angebot erhalten, in andere Caritas-Altenzentren im Stadtgebiet zu wechseln. Es soll keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Die Weiternutzung des Gebäudes ist noch unklar. Das Klara-Gase-Haus an der Sprockhöveler Straße wurde in den 1980er-Jahren eröffnet und hat 13 Einzel- und 24 Doppelzimmer.

(rö)