Wersten: BV beschäftigt sich mit Handy-Mast

Wersten : BV beschäftigt sich mit Handy-Mast

In der Sitzung am 12. Mai will die CDU das Aufstellen der Anlage auf dem Werstener Sportplatz thematisieren. Anwohner wehren sich gegen den Mast.

Auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am vergangenen Freitag hatte es der geplante Funkmast auf der Anlage von Wersten 04 am Dechenweg nicht mehr geschafft; wohl aber soll dieses Ärgernis für die betroffenen Anwohner nun in der Sitzung am 12. Mai behandelt werden. Das hat ihnen Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf zugesagt.

Denn gleich mehrere Betroffene hatten sich in seiner Bürgersprechstunde vorige Woche Mittwoch zum Thema eingefunden. "Wir werden als CDU-Fraktion eine Anfrage stellen, ob die Verwaltung nicht die Möglichkeit für einen anderen Standort sieht. Und zwar außerhalb des Sportplatzes."

Denn noch hoffen Klaus Napp und seine Mitstreiter, die direkte Nachbarn der Bezirkssportanlage sind, und hinter deren Gärten der rund 30 Meter hohe Mobilfunkmast gebaut werden soll, dass sie das Vorhaben noch verhindern können.

Maria und Klaus Napp sowie seine Nachbarn Sigrid und Herbert Renz, Ingrid und Josef Gattner, Margret und Thomas Heinz, Irmgard und Bernd Schwemin sowie Madelaine von Moschenski haben einen Brief an Oberbürgermeister Thomas, die Mitglieder der Bezirksvertretung 9, die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien sowie an die Vorsitzenden des Sport- und des Umweltausschusses geschrieben. Sie fordern die Angeschriebenen auf, für die Mobilfunkanlage einen neuen Standort zu suchen.

Die Unterzeichner fragen sich, warum der Mast mitten in eine gewachsene Siedlung gebaut werden soll. So werde bei Neu- und Umbauten in ihrem Viertel streng darauf geachtet, dass die Vorgaben eingehalten würden, um den Charakter der Siedlung zu erhalten, wie die maximale Firsthöhe von rund elf Metern oder sogar die Farben der Häuser. Ihre Kritik: "Aus Sicht der Verwaltung scheint der Mast mit seinen 30 Metern Höhe kein Problem für den Charakter unserer Siedlung zu sein. Wir haben damit aber eines. Die Hochspannungsleitung mit den 28 Meter hohen Masten besteht übrigens seit mindestens 80 Jahren, und die Siedlung wurde darum herum gebaut."

Die Bezirksvetretung 9 hatte sich mit dem Mobilfunkmasten im vergangenen Jahr bereits zweimal befasst. Im März mit dem über 15 Jahre laufenden Mietvertrag zwischen dem Sportamt und dem Mast-Betreiber sowie im November, um die Befreiung der Anlage auf dem Sportplatz zu genehmigen.

Die Werstener Jonges werden den Mastbau auch auf ihrer geführten Fahrradtour am Karsamstag thematisieren: Treffpunkt 15 Uhr am Werstener Kreuz.

(RP)