Umweltschutz in Wersten : „Blockblocks“ räumt in Wersten auf

Dreimal waren die Umweltschützer schon unterwegs, um Müll aus und um den Brückerbach zu sammeln. Am Sonntag geht es wieder los, Unterstützer sind willkommen.

Blockblocks ist eine Initiative der Düsseldorferin Victoria Blocksdorf, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in Düsseldorf – und weltweit – gegen Müll vorzugehen. Die Gründerin wurde durch verschmutzte Strände auf Hawaii für die Problematik sensibilisiert, brachte die Idee an den Rhein und wurde beim großen Rhine Cleanup aktiv.

Inzwischen hat sich aus Blocksdorfs Idee die Gruppe Blockblocks gegründet – inklusive zweier Untergruppen, die sich auf die Säuberung kleinerer Düsseldorfer Gewässer spezialisiert haben. Die eine kümmert sich um den Kittelbach, die andere um den Werstener Brückerbach in Wersten, einen Nebenfluss der Düssel. „Umweltschutz beginnt vor der eigenen Haustür“, sagt Tobias Grupe. Er gehört zum Team von Blockblocks Brückerbach und hat bereits drei Aufräumaktionen in Wersten organisiert. „Wir haben jedes mal fünf bis sechs große Müllsäcke mit Kleinkram gefüllt“, erzählt Grupe. Hauptsächlich alte Flaschen, Kronkorken, Zigaretten und Verpackungen findet seine Gruppe regelmäßig rund um den Bach – dazu kommen auch regelmäßig große Objekte. „Baustellenschilder und Absperrungen werden oft geklaut und dann einfach in die Natur geworfen, und immer wieder werden auch Fahrräder im Bach versenkt“, so der Umweltschützer.

Der Brückerbach sei ein Treffpunkt im Stadtteil, liege als Brennpunkt zwischen der Münchener Straße und der Autobahn, außerdem kommen am Ufer viele Spaziergänger vorbei. Im Sommer feiern Jugendliche in der Grünanlage. „Wo viele Menschen sind, entsteht auch viel Müll“, so Grupe. Aber: „Da können auch viele helfen.“ Am Sonntag um 10 Uhr trifft sich die Bockblocks-Brückerbach-Gruppe an der Gelben Brücke am Ende der Straße Auf’m Rott. Um 10 Uhr soll die Aufräumaktion beginnen und etwa bis 12.30 Uhr dauern. „Wir teilen uns dabei in Kleingruppen auf, um viel Fläche säubern zu können“, sagt Grupe. Er hofft, dass sich viele Menschen motivieren lassen, um etwas für ihr Viertel zu tun. „Und es ist ja nicht nur ein regionales Projekt: Aus dem Brückerbach kommt der Müll in die Düssel, von da aus in den Rhein, die Nordsee und die Weltmeere. Umweltschutz beginnt eben doch bei uns im Stadtteil.“ Die Aufräumaktion ist für Kinder geeignet, die Spaß an der Bewegung haben und so ersten Kontakt mit dem Thema Umweltschutz bekommen. Die Awista ist informiert, sie wird die Müllsäcke und die gefundenen größeren Stücke nach Abschluss der Arbeiten abtransportieren.