Wersten: Aktiv-Treff nach Neubau gut genutzt

Wersten: Aktiv-Treff nach Neubau gut genutzt

Der Stadtteiltreff samt angrenzender Jugendfarm bietet Besuchern ein großes Angebot. In Wersten Süd-Ost ist die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt seit 1980 fester Bestandteil. Ab sofort öffnet die Fahrradwerkstatt freitags ihr Tore.

Bald gackern wieder Hühner auf der Jugendfarm im Aktiv- und Stadteiltreff der Arbeiterwohlfahrt in Wersten Süd-Ost. Um das Federvieh kümmert sich die Stallgruppe der offenen Einrichtung. Auf dem großzügigen Außengelände leben außerdem Pferde, Esel, Ziegen, ein Kater, Kaninchen und Meerschweinchen in den neuen Stallungen. Familien und Kinder aus der Nachbarschaft hegen und pflegen sie. Die Tier- und Erlebnispädagogik zählt in dem Treffpunkt zum bewährten Konzept. Mit dem Bezug der neuen Gebäude im Mai 2017 ist endlich viel Platz für Menschen und Tiere vorhanden.

Seit 1980 ist der "Aktiv-Treff" der Arbeiterwohlfahrt fest in Wersten verankert. Die alten Gebäude platzten jedoch aus allen Nähten. Der Neubau wird gut angenommen. "Es liegt für viele direkt vor der Haustür. Ein Gebäude der Nachbarschaft", sagt Leiterin Janne Donat. Einige Eltern der jungen Besucher verbrachten früher ihre Freizeit dort.

Großzügig fallen die 800 Quadratmeter an der Immigrather Straße 45 aus. "Hilfe zur Selbsthilfe durch Mithilfe" ist das Konzept. Gerade hat die Fahrradwerkstatt wieder eröffnet. Freitagnachmittags bietet sie von 14 bis 17 Uhr die Gelegenheit, mit einen ehrenamtlichen Mitarbeiter am Rad zu schrauben. "Da wird viel praktisches Wissen vermittelt", sagt Jane Donat. Wer vorbei kommt, packt selbst mit an. "In Eigeninitiative kam ein Kung-Fu-Angebot zustande", sagt Sabrina Hantke, die für die Familienangebote zuständig ist. Im großen Multifunktionsraum findet das Training dienstagabends in einer altersgemischten Gruppe statt, angeleitet von einem ehrenamtlich engagierten Kampfsportler. Endlich ist Platz für noch mehr Sport- und Bewegungsangebote. Gerade fand ein Hip-Hop-Kursus statt.

Mitmachen, sich beteiligen, dieses Ziel verfolgen die Sozialarbeiter. "Das Gebäude wird gut angenommen", freut sich Leiterin Jane Donat. "Die Menschen, die hier leben, sehen es als eine Aufwertung ihres Quartiers." Beliebter Treffpunkt ist auch das Herzstück des neuen Zentrums, die Cafeteria mit großer Küche. Mittig ist dort eine große Vorbereitungsinsel platziert, an der Kinder und Jugendliche Gemüse schneiden, Teig kneten und Rezepte ausprobieren können.

Im Jugendfreizeit- und Stadtteiltreff stehen die Türen offen, jeder darf reinschauen und mitmachen. Das große Außengelände ist für alle Menschen aus der Nachbarschaft frei zugänglich. Häufig spazieren die Menschen nach der Arbeit einfach nachmittags über den Hof. "Es ist schön, dass jetzt alles so nah beieinander ist", freut sich Jane Donat.

In den neuen Räumlichkeiten wird einiges ausprobiert und neue Angebote kommen hinzu. Dabei haben die Verantwortlichen Familien im Blick. "Dazu zählen Sprachkurse, Eltern-Kindgruppen oder beispielsweise ein Nähkursus am Freitag", sagt Sabrina Hantke von der Arbeiterwohlfahrt.

Als feste Größe im Viertel ist der Aktiv- und Stadtteiltreff gut vernetzt. "Wir kooperieren mit vielen Beratungsstellen, den Kinder- und Jugendeinrichtungen und haben auch die Schuldnerberatung regelmäßig hier im Haus", sagt Jane Donat. Niederschwellige Angebote sind für viele Menschen aus der Umgebung wichtig.

Vor allem der Zulauf zur Schülerhilfe "Teenwork" ist groß. Seit zehn Jahren gibt es das Angebot, für das sich Schüler fest anmelden. Sie bekommen Nachhilfe sowie Hilfe bei Klausurvorbereitung und Schulproblemen.

(RP)