Ärger über Lkw in Benninghauser Straße in Düsseldorf Wersten

Unerlaubte Durchfahrten in Düsseldorf-Wersten : Immer wieder Ärger an der Benninghauser Straße

Immer wieder fahren Lkw auf dem Weg zum Industriegebiet durch die Wohngegend mit ihren engen Straßen. Dabei wurden bereits mehrfach parkende Autos beschädigt.

Im Frühjahr hatten die Anwohner der Benninghauser Straße und anderer Seitenstraßen des Werstener Felds die Hoffnung, dass sich ihre Probleme bald lösen würden. Denn bereits seit Jahren klagen sie immer wieder über unerlaubte Durchfahrten von Lkws in ihrer ruhigen Wohngegend. Im März begannen dann die Bauarbeiten: Die Einfahrt wurde verengt, sollte nun für Laster unpassierbar sein. Dennoch fahren die großen Maschinen weiterhin auf den Seitenstraßen. „Fast täglich“, wie Anwohner Rainer Balmes verärgert sagt.

Immer wieder versuchen Laster, von der Benninghauser Straße in den schmalen Kärntner Weg einzubiegen. Foto: Rainer Balmes

Die Laster beliefern zum Großteil das Industriegebiet an der Stadtteilgrenze zu Holthausen. Eigentlich sollen die Fahrer über die Oerschbachstraße von der A46 zum Gewerbepark fahren. Viele nutzen, von den Navigationssystemen geleitet, die kleinen Seitenstraßen und den noch schmaleren Kärntner Weg. Bereits mehrfach wurden dabei die geparkten Autos der Anwohner beschädigt. Rainer Balmes wurde oft aus dem Haus gerufen, um sein am Straßenrand abgestelltes Fahrzeug umzusetzen, da ein Lkw nicht vorbeikam. Auch die Anwohner der Westener Friedhofs- und der Opladener Straße haben Ähnliches zu berichten. Zusätzlich fahren sich viele Laster auch beim Einbiegen in den Kärntner Weg fest – und fahren dann teilweise die gut 200 Meter lange Straße rückwärts zurück. Auch dabei sind schon Schäden an Bordsteinen, Autos und Straßenschildern entstanden.

Die Stadt habe auf die Beschwerden der Bürger nur zögerlich reagiert, merkt Balmes an. Zunächst habe es ein Schild gegeben, das die Einfahrt für Laster verbietet, aber von den Fahrern häufig ignoriert wurde. Schließlich wurde die Einfahrt vom Werstener Feld in die Benninghauser Straße mit einer Fahrradschleuse sowie rot-weißen Pöllern verengt, um das verbotene Abbiegen zu erschweren. Die Erfahrung der Anwohner zeigt jedoch, dass diese Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt haben. Weiterhin fahren die Laster auf den Seitenstraßen, fast 20 Unfälle mit Sachschäden gab es in den vergangenen zwei Jahren. Auch einer der Absperrpoller wurde bereits zweimal umgefahren

Die Anwohner fühlen sich mit der Situation alleingelassen, da sich die Maßnahmen der Stadt als unwirksam herausgestellt haben. „Seit Kurzem ist auch das Parken an der Einfahrt in die Benninghauser Straße für Autos verboten“, sagt Balmes. Die abgestellten Fahrzeuge hätten die Straße zusätzlich verengt und so einige Laster abgeschreckt, vermutet er. Mehrmals hat er sich bereits an die Stadt gewandt, eigene Lösungen für das Problem vorgeschlagen. „Die Antworten kamen zögerlich, unverbindlich – und seit gut einem Jahr höre ich gar nichts mehr“, berichtet Balmes.

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