Kindermusikwochen : Kinder präsentieren Musikprojekt

Zum Abschluss der Kindermusikwochen zeigten 100 Kinder ihr Können.

Für Niklas und Suliana ist heute ein besonderer Tag: Bereits früh am Morgen haben sich die beiden Vorschulkinder mit ihrer Kita-Gruppe im Pfarrsaal der Kirche St. Maria Rosenkranz eingefunden. Schließlich stehen die beiden gemeinsam mit rund 100 anderen Kita- und Grundschulkindern aus Wersten auf der Bühne. Es ist die große Projektaufführung der vorausgegangenen achten Werstener Kindermusikwochen.

Trotz des frühen Beginns um 9.30 Uhr ist der Pfarrsaal bis in die letzten Reihen gefüllt. Viele Eltern und Großeltern haben sich an diesem Morgen Zeit genommen, um ihren Sprösslingen bei der Abschlussvorführung der Kindermusikwochen zuzuschauen. „Ich hatte vorher schon mal Klavierunterricht, aber ich bin noch nie vor so vielen Leuten aufgetreten“, gibt der sechsjährige Niklas vor der Aufführung zu. Viele Wochen im Voraus hat er bereits mit den anderen Kindern sein Trommelspiel geübt. Die fünfjährige Suliana wird gleich mit einer Perkussion-Kunststoffröhre spielen. „Aber der Stocktanz hat mir auch sehr viel Spaß gemacht“, sagt sie.

„Mit der Christophorusschule ist in diesem Jahr neben den sechs Kitas bereits die dritte Schule dazugestoßen“, sagt Projektkoordinator Jürgen Paust-Nondorf zu Beginn. Damit auch alle Eltern Platz haben, sei die Aufführung daher in zwei Parts unterteilt worden.

Zu Beginn singen aber erstmal alle Kinder gemeinsam das Lied „Wir sind Kinder einer Welt“. Es folgen Bewegungstänze, ein Musical über Zwerge vom Butterberg, die Geschichte von Raupe Nimmersatt und schließlich auch Niklas und Sulianas gemeinsamer Auftritt. Mit ihren beiden Kita-Einrichtungen, dem St. Theresia Montessori-Kinderhaus und der Kita AWO Lummerland, singen, tanzen und spielen die beiden die Geschichte von Lucios kaputtem Auto.

„Die gemeinsame Kooperation verschiedener Einrichtungen steht im Vordergrund“, sagt Projektkoordinator Jürgen Paust-Nondorf. Mit Musikpädagogen und Künstlern bereiten sich die Kinder in den Wochen vor der Show gemeinsam vor. Ziel des Projektes sei es, dass sowohl die Kinder als auch die Angestellten der Einrichtungen Kontakte untereinander knüpfen. Man wolle, dass die Kinder den Stadtteil mit seinen Einrichtungen für Kinder nicht mehr nur als fremdes Umfeld wahrnehmen.

„Die Zusammenarbeit in Wersten ist viel intensiver geworden“, so Paust-Nondorfs Bilanz. „Es spult nicht mehr jede Einrichtung ihr eigenes Programm ab“ – wie auch die Abschlussshow der Kindermusikwochen bewies.

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