Wersten: Mit der Rikscha durch den Stadtteil

Wersten: Mit der Rikscha ging’s durch den Stadtteil

Im Stadtteil Wersten läuft seit Herbst das Projekt „Wir machen mit“. Zu dem Projekt gehört die Rikscha, die zukünftig durch das Viertel fahren soll. Beim Stadtteilfest der AWO fuhr sie das erste Mal.

Die Rikscha beim Werstener Stadtteilfest der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf (AWO) wartet bereits auf viele fröhliche Mitfahrer. Das Alter spielt gar keine Rolle Ungeduldig und voller Vorfreude wollen es alle einmal ausprobieren. Sie fährt das erste Mal durch Wersten und soll für alle Menschen eine Möglichkeit sein, mobil zu sein und zu bleiben. Vor allem gilt das für jene, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind.

„Wir wollen Teilhabe fördern“, sagt Benjamin Freese vom Träger „In der Gemeinde leben gGmbh - Hilfen für Menschen mit Behinderungen“.„Wir wollen, dass Menschen, die nicht mehr oft raus kommen trotzdem am Stadtteilleben teilnehmen können“, so Freese. Die Idee ist von Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Stadtteil entwickelt worden und gehört zum Projekt „Wir machen mit“.

Die Stadtteil-Rikscha soll in Zukunft durch Wersten fahren, wobei je zwei Menschen auf der Bank Platz nehmen können. Ein Ehrenamtlicher fährt sie kostenlos durch das Quartier. Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität können so raus kommen, mehr am Leben teilnehmen und Freude haben. Die Rikscha ist aus diesem Grund barrierefrei. Es gibt eine Einstiegshilfe, Gurte, Decken und eine enge Betreuung. Menschen, die in einem Wohnheim betreut werden, können so abgeholt werden und viele Orte in Wersten entdecken.

Das Vorbild stammt aus Bonn. Dort gibt es die Rikscha-Fahrten bereits. Das Projekt wurde dort vom gemeinnützigen Verein „Radeln ohne Alter“ 2017 ins Leben gerufen. „Wir dachten, dass man ein solches Projekt auch in Düsseldorf umsetzen könnte“, sagt Benjamin Freese. Es gehe jetzt darum, die Idee bekannt zu machen und Unterstützer zu finden. „Natürlich brauchen wir auch Menschen, die mitmachen und von der Idee begeistert sind. Alleine können wir das nicht schaffen“, so Freese.

Mit dem Projekt soll auch das Thema Inklusion mehr in den Fokus des Stadtteils gerückt werden. Es werden Ideen gesucht, wie man das Leben dort für alle gut gestalten kann. Auch beim Stadtteilfest konnten Besucher Vorschläge machen, was man noch machen könnte im Viertel, um einen Ort der Teilhabe zu schaffen.

Einige Ideen haben die Verantwortlichen des Projektes schon. „Wir haben an einen Ort gedacht, an dem alle zusammen kommen“, sagt Freese. Früher habe es einen Dorfplatz gegeben, auf dem sich alle getroffen haben. „Heute könnte es so etwas wie ein ausgebauter Bus auf einem Platz sein, an dem man sich trifft und in dem Kunst und Kultur stattfindet“.Die Rückmeldungen zur Rikscha seien bereits sehr positiv. Obwohl die Rikscha noch unbekannt ist im Stadtteil, werde sie gut angenommen. „Heute haben schon uns schon viele Menschen zugewunken“, erzählt Freese. Es gebe bereits viele Interessierte.

Auch Jane Donat vom Aktiv- und Stadtteiltreff Wersten der AWO ist von dem Projekt überzeugt: „Ich würde mir schon wünschen, dass sich die Rikscha fest in Wersten etabliert“. Das Projekt ist vorerst aber erstmal nur für drei Jahre geplant. Ob die Rikscha langfristig in Wersten bleibe, wird sich dann noch zeigen müssen.