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Himmelgeist: Vier Jahre Ruhe für Arenberg-Forst

Himmelgeist : Vier Jahre Ruhe für Arenberg-Forst

Kleines Pappelwäldchen wird aufgeforstet. Forstdirektor Holger Hoffmann will für den Grundbesitz am Südrand von Himmelgeist und im Rheinbogen einen Baum-Verjüngungsplan aufstellen.

Die gute Nachricht vorweg: In den nächsten vier Jahren sind keine weiteren Fällaktionen auf dem Grundbesitz der Arenbergischen Verwaltung am Südrand von Himmelgeist und im Rheinbogen vorgesehen. Das berichtete der Forstdirektor des zuständigen Arenbergischen Forstamtes Eifel mit Sitz in Schleiden, Holger Hoffmann unserer Zeitung. Oster-Spaziergänger hatten der RP einen "wahren Kahlschlag" in dem Bereich gemeldet. Ende vergangenen Jahres waren auf dem Privatbesitz umfangreiche Forstarbeiten durchgeführt worden.

Der Forstdirektor hat aber eine Einschränkung: Wenn von einem Baum eine Gefährdung ausgehe, dann werde dieser natürlich gestutzt oder gefällt. Denn in letzter Konsequenz hafte er strafrechtlich als Person dafür, wenn jemandem ein Ast auf den Kopf falle und dabei verletzt werde. Die Bestätigung, dass es gut ist, Vorsicht walten zu lassen, bekamen Hoffmanns Mitarbeiter bei der Fällaktion rund um das Schloss Mickeln. Dort kam nach Absprache mit der Stadt bei Rubinien und Ahornbäumen die Kettensäge zum Einsatz. Hoffmann: "Dabei haben wir mit Erschrecken festgestellt, dass die Rubinien innen schon komplett hohl waren." Weitere Fällaktionen wurden im Rheinbogen und in zwei Pappelwäldchen durchgeführt. Ein 3000 Quadratmeter großes Pappelwäldchen wurde dabei komplett kahlgeschlagen. "Das waren leider schlechtwertigere Pappeln, mit deren Wuchs wir unzufrieden waren", sagt der Forstdirektor. Dieses Areal werde aufgeforstet, zum einen mit Pappeln, die allerdings nicht mehr so dicht zueinander stehen sollen – im Fachjargon auch Weitverband genannt – , zum andern sollen dort auch Sträucher gesetzt werden. Eigentlich hätten die neuen Baumsetzlinge schon in der Erde sein sollen. Doch leider habe es Probleme mit der Qualität der neuen Pflanzen gegeben. "Jetzt hoffen wir darauf, dass wir das im Herbst oder spätestens im kommenden Frühjahr nachholen können", berichtet der Forstdirektor, der zudem deutlich macht, dass Bäume wie auch Menschen ein natürliches Lebensalter haben.

Viele Pappeln, die im Rheinbogen stehen, sind mit ihren rund 80 Jahren sogar über der Zeit. So hätten auch entlang des Weges einige Bäume gefällt werden müssen. Nicht nur vier, sondern sechs schon etwas größere Eschen sollen für jede entlang des Weges gefällte Pappel neu gesetzt werden. Hoffmann kündigte an, gemeinsam mit seinem Förster wahrscheinlich in diesem, spätestens kommenden Sommer den Baumbestand auf dem Besitz zu erfassen und danach einen Verjüngungsplan auszuarbeiten, der innerhalb der kommenden 15 Jahre abgearbeitet wird.

(RP)