Vennhausen: Schützen feiern Auftakt in die Saison

Vennhausen : Schützen feiern Auftakt in die Saison

Mit dem Vennhauser Schützenfest des St. Hubertus-/St. Sebastianus Schützenvereins startete am Wochenende die große Düsseldorfer Sommerbrauchtums-Saison.

Es ist mittlerweile eine echte Tradition: Seit vielen Jahren beginnt die Saison der Schützenfeste mit den Feierlichkeiten des St. Hubertus-/St. Sebastianus- Schützenvereins in Vennhausen, die stets rund um den 1. Mai stattfinden. Und so zog die Vennhauser Schützenfamilie am Wochenende durch den Stadtteil und feierte trotz zahlreicher weiterer Events an diesem letzten April-Wochenende ihr Brauchtum mit viel Leidenschaft.

Bereits am Freitagabend starteten die Feierlichkeiten mit einem großen Partyabend im Festzelt auf dem Schützenplatz - ein Programmpunkt, der vor allem junge Leute anlockte. Nach dem Abmarsch der Kompanien erfolgte dann am Samstagabend mit dem Ball der Könige ein weiterer Höhepunkt.

Mitten unter den Feierenden war natürlich auch der amtierende Schützenkönig, der auf ein ereignisreiches Jahr zurückblickte: "Jeder Tag war ein ganz eigener Höhepunkt. Wir haben unglaublich viele neue Leute kennengelernt und auch neue Freunde dazugewonnen", blickt Mario Thater zurück. Mit sechs Jahren lief Thater das erste Mal in der großen Parade durch seinen Heimatstadtteil. "Die Gemeinschaft und die Freundschaft haben mich fasziniert", sagt er. Anders als bei großen Vereinen, die mitunter Hunderte Schützen umfassen, gehe es bei den fast 70 Vennhauser Schützenmitgliedern sehr familiär zu.

"Eine wunderschöne Sache, man wird überall freundlich gegrüßt", ergänzt Ehefrau Melanie Thater. Dadurch, dass das Vennhauser Schützenfest stets das erste der Saison ist, erhalte man dutzende Einladungen zu folgenden Krönungsbällen. "Viele Leute sagen ja, dass man froh sein kann, wenn der Stress vorbei ist, aber das ist bei uns überhaupt nicht der Fall."

Beim Ball der Könige am Samstagabend feierte mit Colin Hackbarth nach einjähriger Pause auch ein neuer Jungschützenkönig mit, nachdem sich zuvor kein Nachwuchs finden ließ. Einziger Wermutstropfen in diesem Jahr ist die etwas geringere Zahl an Schaustellern auf dem Schützenplatz. Lediglich zehn Schausteller ließen sich für das Vennhauser Schützenfest begeistern. Mit dem Autoscooter, einem Karussell, Essens- und Schießständen gab es jedoch immer noch viele Unterhaltungsmöglichkeiten.

Nach dem Ballabend ging es dann gestern mit der großen Parade durch die feierlich geschmückten Straßen. Trotz der Konkurrenz durch den großen Marathon drängten sich die Vennhauser überall an die Straßenränder, um mit ihren Schützen zu feiern. Beim Umzug dabei war auch der neue Schützenkönig, der jedoch ein alter Bekannter ist: Bereits 2010 wurde Wolfgang Frick, der aus der 1. Jägerkompanie kommt, mit Ehefrau Christa zum Schützenpaar gekürt. "2010 habe ich noch meine Bäckerei geleitet, musste oft direkt von den Feiern in die Backstube", sagt er.

Seit 1967 ist Frick eng mit den Vennhauser Schützen verbunden und bekam dafür am Samstag den Bruderschaftsorden verliehen. Nun freue er sich in seiner zweiten Amtszeit nach seiner Einführung auf dem großen Regiments-Krönungsball am morgigen Dienstag das Dasein als Schützenkönig ausgiebig genießen zu können.

Doch erstmal steht am quasi verlängerten Wochenende Feiern auf dem Programm, schließlich findet heute Abend die Feier zum Tanz in den Mai mit Livemusik von der Band "Silke zahlt" statt - für Frick die perfekte Vorbereitung auf ein Jahr voller gelungener Feste.

(RP)
Mehr von RP ONLINE