Düsseldorf: Sommerfeste und Mitsingkonzert in Vennhausen

Treffpunkt in Vennhausen : In Vennhausen wird jetzt oft gefeiert

Zwei Sommerfeste und ein Mitsingkonzert organisiert Evelyn Prüfer. Nach der Supermarkteröffnung hatte die Gastronomin bemerkt, dass der Bedarf nach Aktivitäten im Stadtteil groß ist.

Es war ein harter Kampf für die Vennhauser, bis der Netto endlich in das über Jahre leer stehende Ladenlokal gezogen ist. Ein Kampf, den vor allem die Vennhauser selbst ausgefochten haben, eine kleine Gruppe, die um Evelyn Prüfer entstanden ist. Eine Initiative, die den Namen „Vennhausen lebt“ trägt, der Evelyn Prüfer inzwischen nicht mehr angehört – zu steinig war der Weg, zu viel ist die Arbeit geworden, neben der richtigen Arbeit, ihrem Restaurant an der Vennhauser Allee.

Viele Gespräche haben sie und ihre Mitstreiter geführt, oft gejammert, manchmal geklagt. Eines hatte Prüfer aber versprochen, auch nachdem sie die Initiative verlassen hatte: „Wenn wir einen Supermarkt bekommen, dann werden wir das feiern.“ In ihrem Restaurant, im Ep’s, das nur ein paar Meter entfernt liegt, wollte sie anstoßen, ein bisschen grillen. Für 180 Leute hatte sie eingekauft, 300 sind es am Ende geworden. „Als ich aus dem Fenster sah, war eine riesige Schlange vor dem Tor“, erzählt Prüfer, die nach einer halben Stunde schon nichts mehr zu essen hatte. Was nicht schlimm war, ihr aber zeigte, dass in Vennhausen etwas fehlt.

Deshalb will sie weiterfeiern, zwei Sommerfeste wurden angesetzt. Am vergangenen Sonntag hat es das erste gegeben, am 25. August folgt ein weiteres, mit Musik, am Grill, auf jeden Fall im Garten, der ein bisschen versteckt, der idyllisch und gemütlich ist und in dem eine große Palme wächst. Die beiden Musiker Frank Sandfort und Michael Pape hat sie engagiert, die besser bekannt sind unter dem Namen Framic – eine Coverband, die gerne auf Straßen- und Stadtfesten auftritt. Fünf Euro soll der Eintritt auch das nächste Mal kosten.

Und weil Prüfer so gern organisiert, lädt sie am 25. Oktober auch noch zum Mitsingkonzert in die Markuskirche ein. 2016 und 2017 hatte es die Aktion schon einmal gegeben, die Besucher werden unterstützt von einer Sängerin und einem Keyboardspieler. Die Texte werden auf eine Leinwand projiziert – Die Toten Hosen, Udo Lindenberg, Marianne Rosenberg. Vor allem ist es die Musik, die Evelyn Prüfer antreibt, solche Events zu organisieren. Für manche ist sie das Herz des Stadtteils, die Frau, ohne die der Stadtteil nicht so gut funktionieren würde. In Gesprächen mit Jürgen Grundmann und Stefan Stüttgen, die heute die Initiative leiten, die Prüfer einst gegründet hat, taucht immer wieder der Name der Gastronomin auf, „sie ist schon das Herz hier“, sagt Grundmann. Jedenfalls: Es tut sich eine Menge in Vennhausen, einem Stadtteil, der lange als etwas langweilig galt.

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