Düsseldorf: Politik befasst sich mit Abbruchhaus in Vennhausen

Politik in Düsseldorf : Politik befasst sich mit Abbruchhaus in Vennhausen

Vor neun Jahren brannte das Eckhaus an der Vennhauser Allee. Bis heute hat sich nichts getan an der Ruine.

Die Politik im Stadtbezirk 8 kehrt am Dienstag, 17. September, zurück aus ihrer Sommerpause. Das Gremium, das zuständig ist für die Stadtteile Eller, Lierenfeld, Vennhausen und Unterbach, trifft sich ab 17 Uhr im Rathaus am Gertrudisplatz. Auf der Tagesordnung stehen vor allem Anträge und Anfragen, unter anderem die von Linken-Politiker Lutz Pfundner zur Ruine an der Vennhauser Allee 222.

Was steckt hinter der Anfrage Fast auf den Tag genau neun Jahre ist der Brand im Lebensmittelgeschäft an der Vennhauser Allee her. Seitdem verfällt das Haus. Fensterscheiben sind eingeschlagen, die Wände mit Graffiti beschmiert. Ab und an suchen Obdachlose Unterschlupf in dem dreistöckigen Haus an der Ecke Lasallestraße. Ein Schandfleck für die Vennhauser, die schon seit Jahren fordern, dass sich etwas tut an dem Haus mit der Nummer 222. Viele wünschen sich einen Drogeriemarkt, der Platz hätte im Ladenlokal, das sich im Erdgeschoss befindet. Doch bisher sind sie nicht weitergekommen in Gesprächen mit dem Eigentümer.

Warum ist das Thema so wichtig? Lutz Pfundner (Die Linke) will, dass sich nach so vielen Jahren Stillstand endlich etwas bewegt. Zuletzt hatte das Gremium im Februar dieses Jahres einen Antrag formuliert, in dem es die Verwaltung aufforderte, „durch ein entsprechendes Instandsetzungsgebot den Eigentümer des Gebäudes zur Beseitigung des Mangels zu verpflichten“. Weil für die Verwaltung keine Verstöße vorliegen, sei ein ordnungsbehördliches Einschreiten nicht möglich, hieß es damals. Dazu beruft sich die Verwaltung auf einen Paragrafen im Baugesetzbuch. Es sei nicht Aufgabe der Stadt, den Umfang und Kosten der Instandsetzungsmaßnahmen zu ermitteln, sagt die Verwaltung, die davon ausgeht, dass bei einem Gebäudebrand ein Versicherungsfall vorliegt. Dann aber hätte das Haus längst saniert werden können. Immerhin bot die Stadt an, Kontakt aufzunehmen zum Eigentümer, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Pfundner will wissen, ob dieser Versuch ein Ergebnis brachte.

Was steht sonst noch auf der Tagesordnung? 49 Punkte sind auf der Einladung gelistet, darunter der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für den Ersatzneubau der Lore-Lorentz-Schule. Die Bezirksvertretung wird noch mal angehört, bevor der Rat zwei Tage später den endgültigen Beschluss fasst. Außerdem wird sich die CDU dafür einsetzen, dass der mobile Sparkassenbus in Lierenfeld hält, wenn die Filiale am 31. Oktober schließt. Schließlich ist auch noch mal der barrierefreie Haltestellenumbau im Eller Zentrum Thema, weil die Verwaltung in einer Sitzung des Ordnungs- und Verkehrsausschusses angab, der für 2019 bis 2021 zugesagte Umbau der Station in Eller verschiebe sich auf 2024/25.

Mehr von RP ONLINE