Urdenbach : Zwei Poller für die Kämpe

Im März vergangenen Jahres hatte die Bezirksvertretung (BV) 9 die Stadt per Antrag gebeten, das Rheinufer im Düsseldorfer Stadtbezirk 9 - insbesondere im Bereich der Urdenbacher Kämpe - gegen illegales Befahren durch Kraftfahrzeuge mittels geeigneter Maßnahmen effektiv und nachhaltig zu schützen.

Ein dreiviertel Jahr später hat die Verwaltung nun den Stadtteilpolitikern geantwortet: Die Dienstkräfte des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) suchten im Rahmen der Personal- und Einsatzlage neben weiteren Einsatzbereichen auch den Abschnitt Am Ausleger auf und achteten dabei auf die Einhaltung aller einschlägigen Vorschriften. Festgestellte Verstöße würden konsequent aufgenommen und an den jeweiligen Fachbereich zur weiteren Veranlassung weitergeleitet. Weiter heißt es in der Antwort: Es sei bekannt, dass das Rheinvorland in der Urdenbacher Kämpe bei guter Wetterlage, besonders an Wochenenden und an Feiertagen, vielfach durch Erholungssuchende aufgesucht wird. Da vergleichbare Örtlichkeiten im Stadtgebiet, wie die Grünanlagen und übrigen Rheinufer, zu diesen Zeiten ebenfalls stark frequentiert seien, seien flächendeckende Kontrollen nicht realisierbar

Die Verwaltung weist daraufhin, dass das Rheinufer und das daran angrenzende weitgehend gehölzfreie Rheinvorland nicht städtisch ist, sondern sich im Besitz der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung befindet. Diese müsse mit Betriebsfahrzeugen dorthin gelangen können, unter anderem zur Unterhaltung der Schifffahrtszeichen. Auch wegen wechselnder Wasserstände sei es nicht möglich, das illegale Befahren mit Pollern oder anderen technischen Mitteln völlig zu verhindern.

Dennoch sollen laut Stadt am Fährausleger zwei Poller im Bereich der nördlichen Vorlandzuwegung gesetzt werden. Das Gartenamt habe hierzu die Zustimmung des Wasser- und Schifffahrtsamtes Köln als Eigentümer der Fährrampe eingeholt. Wenn die BV 9 die Finanzmittel aus ihren Bauunterhaltungsmitteln bereitstellt, sei das Verkehrsamt bereit, die Poller aufzustellen. Dies solle das Gremium in einer der nächsten Sitzungen auch so tun, sagte gestern in der BV-Sitzung deren Mitglied Ernst Welski.

(rö)
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