Viktoria Jendreczek aus Düsseldorf: Zum Studium nach Kanada

Viktoria Jendreczek aus Düsseldorf : Zum Studium nach Kanada

Die 21-jährige Urdenbacherin Viktoria Jendreczek fliegt am 9. Januar in ihre neue Wahl-Heimat. 

7000 Kilometer und rund 21 Flugstunden Entfernung sind für „kein Thema“, wie sie sagt. „Ich finde Fliegen cool. Mit 13 war ich zum Schüleraustausch in Rio de Janeiro“, erklärt die 21-jährige Urdenbacherin. Am 9. Januar zieht es sie jedoch hoch in den Norden — nach Kanada, Reiseziel Edmonton. „Ich hoffe, für immer“, sagt die junge Frau strahlend. In der Provinz-Hauptstadt von Alberta will sie Internationales Marketing studieren, begonnen hat sie ihr Studium bereits in Venlo. „Wenn ich fertig bin, werde ich primär in Kanada eine Stelle suchen“, ist sich Jendreczek sicher.

Ihr erster Kanada-Trip ist gar nicht so lange her. „Nach dem Abitur besuchte ich einen Onkel in Clearwater. Ich habe mich dort gleich wohl und willkommen gefühlt“, schwärmt sie. Sechs Wochen tauchte sie in das Leben der kleinen, 2400 Einwohner zählenden Stadt ein. Der Funke sprang über. „Kanada ist temperaturmäßig zwar kühl; aber die Menschen sind es nicht und es ist multikulti“, sagt die Urdenbacherin.

Lange Gespräche mit fremden Menschen habe sie geführt, auch mit älteren, betont Viktoria. „Sie sind kontaktfreudiger als hier und viel persönlicher“, ergänzt sie. Also führte der Weg für ihr Auslandssemester – das zum Studium gehört – wieder auf die andere Seite des Atlantiks.

Der zweite Besuch von Januar bis Mai 2018 hinterließ tiefere Spuren. „Den Wechsel zur Uni Edmonton habe ich im Hau-Ruck-Verfahren organisiert“, erzählt sie. Eine kleine Zitterpartie sei es schon gewesen. Aber es hat geklappt und das Kofferpacken rückt näher. Mit im Gepäck wird das rot-schwarze Trikot der Eishockey-Mannschaft Genuine Athletics sein – ein Geschenk des Onkels.

Was wird sie vermissen? Viktoriaen denkt nach. „Das deutsche Brot“, antwortet sie lachend. Aber im europäischen Viertel in Edmonton habe sie bereits Heimat-Spezialitäten entdeckt. Auf die Freunde in Kanada freue sie sich besonders. „Sie kommen aus dem Kongo, Kamerun und Bangladesch, und sie haben das Herz am richtigen Fleck“, erzählt die Urdenbacherin begeistert. „Es gibt so viele andere Kulturen, aber kaum den kanadischen Kanadier“, meint sie munter.

Da im deutschen Englischunterricht ein hohes Niveau vermittelt werde und sie in Venlo englischsprachig studiere, sei sie auch sprachlich super vorbereitet. Viktoria schwärmt in Vorfreude. „Die Natur in Kanada ist so schön, und es gibt Schnee und kein Matsch wie hier“, erzählt sie. Noch im April falle Neuschnee und bei 15 Grad gingen die Leute schon im T-Shirt spazieren.

Mutter Gabriele Foltyn-Jendreczek freut sich über die Pläne ihrer Tochter. „Es ist schön, dass junge Leute heute solche Möglichkeiten haben“ Und begeistert fügt sie hinzu: „Ich freue mich schon auf einen Urlaub in Kanada.“ Facetime, Skype, Instagram, es gebe heute viele Möglichkeiten zu kommunizieren, erklärt Viktoria. Die Welt sei klein geworden „Als ich damals aus Clearwater zurückkam, traf ich am Frankfurter Flughafen jemanden von dort“, erinnert sich die kanadaverzauberte Urdenbacherin.

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