TSV Urdenbach : TSV-Damen haben noch viel vor

Ungeschlagen ist das Team von Trainer Michael Boll in die Bezirksliga aufgestiegen. Der Weg soll aber weiter gehen.

Für Mädchen- und Frauenfußball ist und bleibt der TSV Urdenbach eine exzellente Adresse. Der Beweis: Die B-Juniorinnen sicherten sich zum Abschluss der Saison 2017/18 in der Niederrheinliga mit Tabellenrang fünf eine beachtliche Platzierung im Kreis starker Konkurrenz. Mit einem 14:0-Auswärtssieg beim Post SV hat die Frauenmannschaft ihre Meisterschaftsrunde in der Kreisliga beendet – als Tabellenerster, ohne Niederlage und als Aufsteiger in die Bezirksliga. Lediglich gegen Rhenania Hochdahl klappte es mit dem Dreier nicht so ganz. Das Team von Trainer Michael Boll verbuchte ein 2:2 als einzigen „Makel“ in der blitzsauberen Saisonbilanz.

Dem Aufstiegs-Erfolg der Urdenbacher Frauen liegt eine kontinuierlich gute Nachwuchsarbeit zu Grunde. In der aktuellen Aufstiegsformation bilden überwiegend junge Spielerinnen das Gerüst. Diese kicken bereits seit der U13 gemeinsam beim TSV und haben sich über die fünf oder sechs Jugendjahre stets weiterentwickelt. „Mädchen- und Frauenfußball ist ein wichtiger Bestandteil unserer Vereinskultur“, betont Boll. Ein Karriere-Sprung von Nachwuchstalenten in den Seniorinnenbereich ist Programm.

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Torhüterin Inka Luckner beispielsweise ist erst zu Saisonbeginn aus der erfolgreichen U17 zu den Seniorinnen gekommen. Und mit Cynthia Beck, Keeperin der aktuellen U17, hat ein weiteres Jungtalent die ersten Einsätze bei den Frauen längst absolviert. Auch Spielmacherin Lilli Kettern ist ein TSV-Eigengewächs. Auf der Sechserposition verteilt die 17-Jährige im Mittelfeld die Bälle.

Drei Ex-U17-Spielerinnen bilden die Offensivreihe: Mittelstürmerin Jona Wallerath, mit 32 Saisontreffern zugleich Top-Torjägerin der Liga, Sophie Hahn und Mara Erdweg, die an fast allen Spieltagen sowohl für die U17 als auch bei den Frauen sogar doppelt im Einsatz war. Mit 24 Jahren gilt Spielführerin Lara Altenhofen quasi als „Oma“ im Team. Die Defensivspezialistin ist auch Co-Trainerin der U17 und pflegt als Physiotherapeutin nebenbei die Wehwehchen der Urdenbacher Girls.

„Schon die Mädchen opfern viel Zeit für ihr Hobby Fußball“, weiß Boll. Dreimal pro Woche Training. Spiel am Wochenende. So lassen sich große Ziele erreichen. Dem Düsseldorfer Branchenführer im Frauenfußball CfR Links, der soeben aus der Regionalliga abgestiegen ist, sind die Urdenbacherinnen jedenfalls auf den Fersen. Und genau dort, wo die CfR-Kickerinnen gerade herkommen, will der TSV langfristig hin. In maximal fünf Jahren soll das Frauenteam zumindest in der Niederrheinliga spielen.

„Das ist nicht unrealistisch“, glaubt Boll. Für die bevorstehende Bezirksligasaison ist ein vorderer Tabellenplatz geplant. Bei Testspielen, die der TSV in den zurückliegenden Monaten gegen Bezirksligaclubs absolviert hat, waren die Urdenbacherinnen lediglich dem aktuellen Meister HSV Langenfeld unterlegen. Es könnte also tatsächlich weiter aufwärts gehen.