Urdenbach: Urdenbach siegt deutlich gegen Wersten

Urdenbach: Urdenbach siegt deutlich gegen Wersten

Beim Süd-Derby in der Kreisliga A konnten sich die Gastgeber mit 5:1 durchsetzen. Solide Defensivarbeit, rasches Umschalten auf Angriff und Effektivität beim Abschluss waren dabei die Tugenden des Siegerteams,

Ein deutliches Schlussresultat erbrachte das Süd-Derby in der Kreisliga A zwischen dem TSV Urdenbach und dem SV Wersten 04. 5:1 siegte das gastgebende Team von Trainer Mike Kütbach und festigte mit einer überzeugenden Vorstellung seinen "Verfolger-Meistertitel" als Viertplatzierter hinter dem bereits entfernten Spitzentrio. Zwei Treffer vom TSV-Oldie Slawomir Schulte (17./32.) und drei weitere von Matthias Gerlitz (20./56./89.) besiegelten das Schicksal des angereisten Aufsteigers, der dem Ortsrivalen das muntere Toreschießen durch eine äußerst lückenhafte Abwehr allerdings auch ziemlich leicht gemacht hatte. Für die 04er traf lediglich Tim Stemmer (48.).

Solide Defensivarbeit, rasches Umschalten auf Angriff und Effektivität beim Abschluss waren dabei die Tugenden des Siegerteams, was die meisten der rund 50 Zuschauer freute, Coach Kütbach aber ärgerte - allerdings nur, weil seine Kicker solche zum Zungeschnalzen verleitenden Aktionen eben nur ausnahmsweise und nicht in jeder Partie auf den Rasen zu zaubern in der Lage sind. Sorgen hat der Mann! Gäste-Trainer Dirk Engel hingegen zeigte sich zu Recht zerknirscht. "Wir haben Fehler über Fehler gemacht, die Urdenbach brutal ausgenutzt hat", lautete sein ernüchtertes Fazit.

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Aus einer von Lucas Püschel mit gewohnter Übersicht gelenkten Abwehr warteten die Urdenbacher immer wieder mit temporeichem Direktspiel auf, wobei die Ballverteiler Marc Daehne und Felix Göhl die flinken Außenakteure Gerlitz und Julian Fein torgefährlich in Szene zu setzen wussten. Der Werstener Abwehr um Co-Coach Dennis Kronenberg (mit Comeback nach achtmonatiger Verletzungspause) und Swan Oehme ließ sich trotz geballter Routine zu leicht ausspielen. Im Mittelfeld rackerten Kapitän Dominik Russek und Fred Adomako meist vergeblich. Den Spitzen Dennis Hanuschkiewitz und Stemmer boten sich kaum Abschluss-Möglichkeiten. Zu den Besonderheiten der Partie gehörte ein Familientreffen. Allerdings fand das erwartete Schwager-Duell zwischen Slawo und Marco Schulte (fast) gar nicht statt. Der Lange fehlte zunächst in der Engel-Startelf. Schon kurz nach seiner Einwechselung (69., für Adomako) zwickte beim gegnerischen Schulte die Wade, woraufhin der 43-jährige Torjäger den Platz für Robin Bormann räumen musste (74.) und den Zuschauern somit die Brisanz einer familiären Direktauseinandersetzung vorenthalten blieb. Farblich sorgte Dennis Krüll fürs Spezielle. Der für Kronenberg eingewechselte Abwehrakteur sah wegen Schiedsrichterbeleidigung Rot (82.).

Als aufmerksamer Beobachter verfolgte Pascal Pitzer das Spiel. Der in der Winterpause vom VfL Benrath zum Oberligisten DSC 99 gewechselte Keeper steht für die Saison 2018/19 als Zugang bei den 04ern fest und drückte seinen zukünftigen Mitspielern die Daumen. Auch Sascha Hermanns, der seine aktive Karriere beendet, weilte auf Werstener Seite unter den Zuschauern. Hermanns schlüpft, wie es Engel bestätigte, beim SSV Berghausen in die Co-Trainerrolle.

(RP)