Sparkasse stellt Konzept zur Schließung der Filiale in Urdenbach vor

Filialschließung : Sparkasse stellt Konzept für Urdenbach vor

Ein Bus, der einmal die Woche kommt, und verbesserter Telefonservice sollen den Schalterbetrieb in Urdenbach ersetzen. Die Bürger des Stadtteils halten das für nicht ausreichend.

Wenig zufrieden sind die Urdenbacher Bürger nach der Infoveranstaltung, auf der die Sparkasse Düsseldorf ihre Pläne im Stadtteil vorstellte. Anfang Oktober soll die Filiale an der Kammerrathsfeldstraße geschlossen werden. „Die Nutzung dort hat dramatisch nachgelassen“, sagt Sparkassen-Sprecher Gerd Meyer, „daher kann der Standort nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden.“ Meyer betont jedoch, dass Automaten für Ein- und Auszahlungen sowie Kontoauszüge beibehalten werden. Außerdem werde der Telefonservice der Sparkasse erweitert und es soll eine mobile Filiale geben, einen Bus, der einmal in der Woche für einen halben Tag Station macht und ein Beratungsangebot bereithält.

Diese Vorschläge reichen den Urdenbachern jedoch nicht. Christoph Wylezol, der das Webportal urdenbach.org betreibt, sagt, der Bus werde nicht ausreichend Kapazität bereitstellen können. Vor allem für ältere Leute sei das Angebot mit Online-Banking und Telefonberatung nicht zufriedenstellend.

Den Fokus auf die Senioren legt auch Hans Krins, Baas des Vereins Alde Odenbacher Jonges. „Man lässt uns hier im Regen stehen“, sagt Krins. „Viele Menschen haben keine Ahnung von den technischen Lösungen, die die Sparkasse anbietet, und auch keinen Bedarf danach.“

Sparkassen-Sprecher Meyer hingegen hält das Angebot für ausreichend. Ab Juli werde es einen Testlauf mit dem Bus geben, um festzustellen, ob ein Termin in der Woche für die Urdenbacher ausreicht oder ob hier noch einmal nachgebessert werden muss. Je nach Verlauf dieses Testlaufes seien auch zwei Termine pro Woche denkbar.

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