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Sanierung der Brücke über die Itter in Urdenbach verzögert sich

Itterbrücke in Urdenbach : 103 Tage Brückenbau

Die Sanierung der Itter-Brücke verzögert sich weiter. Je nach Witterung könnten die Arbeiten Ende Januar abgeschlossen sein.

Über drei Monate ist es inzwischen her, dass am 9. September die kleine Brücke über die Itter gesperrt wurde. Die Anwohner wurden von der Stadt per Hauswurfsendung über die „umfangreiche Sanierung“ informiert, geplant war damals, die Arbeiten bis zum 30. November abzuschließen.

Dieser Termin ist seit drei Wochen verstrichen, und noch sieht es nicht so aus, als ob die Brücke bald in Betrieb genommen werden kann. Zwischenzeitlich wurde auch der 13. Dezember als Stichtag genannt – und ebenfalls nicht eingehalten.

Wolfgang Keil, der unmittelbar gegenüber der Brücke auf der Angerstraße wohnt, hat bei Arbeitern nach dem Grund für die Verzögerung gefragt. Nach deren Angaben wurde die etwa 140 Jahre alte Brücke in den 1930er Jahren schon einmal restauriert, damals gefundene Lücken jedoch lediglich mit Beton gefüllt, sodass jetzt eine besonders aufwendige Sanierung nötig sei.

Die Stadt spricht hingegen von „Ausführungsmängeln“ bei der Abdichtung mit Flüssigkunststoff, der Fehler sei demnach bei den aktuellen Arbeiten passiert. Die Abdichtung musste komplett ausgebaut und erneuert werden. Dies verschob den Zeitplan, zumal schlechtes Wetter die Arbeiten behinderte. Es fehlen noch das Geländer und der Belagsaufbau aus Gussasphalt.

Das verzögert den Bau – die Mehrkosten trage jedoch der Auftragnehmer. Nach Informationen des Allgemeinen Bürgervereins Urdenbach (ABVU) waren ursprünglich 136.000 Euro für die Brücke veranschlagt, bei dieser Summe würde es demnach für die Stadt bleiben.

In den sozialen Medien wird der langsame Fortschritt der Arbeiten an der Brücke mit Fotos dokumentiert und diskutiert. „Wenn ich als Selbstständige so arbeiten würde, wäre ich schon verarmt“, schreibt eine Userin auf Facebook.

„So etwas kann eigentlich nicht sein“, sagt auch Torsten Winter, stellvertretender Vorsitzender des ABVU. Er hofft, dass die Brücke nach Abschluss der Arbeiten zumindest wieder ihr altes Erscheinungsbild bekommt. Zwar steht das Bauwerk nicht unter Denkmalschutz, ist jedoch als erhaltenswert eingestuft. Außerdem, so sagen Anwohner, ist die Bedeutung der Brücke als Verbindung zwischen der Angerstraße und der Urdenbacher Dorfstraße nicht zu unterschätzen.

Zwischenzeitlich wurde die Baustelle von Chaoten beschädigt, Unbekannte hatten am vergangenen Wochenende die rot-weißen Absperrzäune, die die Brücke von der Straße abtrennen, umgerissen. Auf Facebook sorgte die mutwillige Beschädigung für Unwillen bei den Urdenbachern.

Anwohner Wolfgang Keil beobachtet regelmäßig Arbeiter auf der Baustelle, der Fortschritt sei jedoch sehr langsam. Außerdem ist für das asphaltieren der Fahrbahn, also für den Abschluss der Bauarbeiten, trockenes und nicht zu kaltes Wetter nötig. „Einer der Arbeiter hat mich vertröstet, er hat gesagt, im Januar gebe es immer ein paar geeignete Tage“, sagt Keil. Auch die Stadt kann wegen der Abhängigkeit vom Wetter keinen festen Termin nennen, wann die Brücke wieder zu nutzen ist. Sie sagt jedoch, bei günstiger Witterung sei der Abschluss der Arbeiten für Ende Januar vorgesehen.