Urdenbach: Kunstrasenplatz für den TSV Urdenbach

Urdenbach : Kunstrasenplatz für den TSV Urdenbach

Nach der Fertigstellung des Platzes soll das Funktionsgebäude mit Umkleiden und Büros errichtet werden.

Lange haben die Urdenbacher auf diesen Tag gewartet. Jetzt geht es endlich los. Der marode Aschenplatz, der sich neben dem Naturrasenplatz befindet, wird durch Kunstrasen ersetzt. Die Arbeiten dafür haben mit der Abholzung von Bäumen inzwischen begonnen. Gestern Mittag war der symbolische erste Spatenstich für den zweiten Kunstrasenplatz an der Woermannstraße.

Der neue Platz wird 40 mal 79 Meter groß sein. Die Umbauarbeiten auf der 32.500 Quadratmeter großen Fläche, auf der das Spielfeld errichtet wird, beinhalten auch die Einrichtung einer Beleuchtungsanlage. Die Gesamtkosten für das Projekt, das Ende diesen Jahres abgeschlossen sein wird, belaufen sich auf 760.000 Euro. Davon hat die zuständige Bezirksvertretung 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche betonte beim symbolischen Spatenstich, dass Düsseldorf eine Sportstadt sei - nicht nur auf den Profisport bezogen. Die Unterstützung des Freizeitsports sei der Stadt ein großes Anliegen. "Der TSV Urdenbach setzt sich maßgeblich für den Breitensport ein. Das wird vor allem durch die Vielseitigkeit des Sportangebots sichtbar", führte der Stadtdirektor und Sportdezernent in Personalunion weiter aus. Immerhin habe der TSV 1100 Mitglieder, von denen 60 Prozent Jugendliche seien. Die größte Abteilung hat nach wie vor der Fußball mit 25 Mannschaften, von denen 22 Kinder- und Jugendmannschaften sind. "Deshalb ist es wichtig, die Gegebenheiten vor Ort zu optimieren und den Mitgliedern bessere Trainingsbedingungen zur Verfügung zu stellen." Hintzsche geht davon aus, dass der Kunstrasenplatz spätestens Anfang nächsten Jahres bespielbar ist.

Der gestrige Spatenstich ist aber nur der Auftakt für weitere Baumaßnahmen beim TSV Urdenbach. Denn gleich im Anschluss an den Bau des Kunstrasenplatzes wird das einst ehrgeizige Projekt "Fit 2014" endlich Gestalt annehmen - wenn auch in abgespeckter Form. Dazu hatte der Verein bereits 2011 die Weichen gestellt mit den Plänen für eine umfangreiche und zeitgemäße Umstrukturierung der Anlage an der Woermannstraße. Der Bau einer geplanten Gymnastikhalle auf dem Vereinsgelände hat sich jedoch aufgrund der Bodenbeschaffenheit als zu kostspielig erwiesen und ist deshalb nicht zu realisieren.

Eine Konzeptänderung war erforderlich. Jetzt soll ein behindertengerechtes Funktionalgebäude errichtet werden. Es soll mit Umkleidekabinen, Duschen und Büros für die Vereinsarbeit ausgestattet werden und am rechten Rand der Anlage stehen.

Wie gebaut wird, muss derzeit noch geprüft werden. "Vielleicht kommen wir aus der Luft", meint Hintzsche. Auf jeden Fall soll es die sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung sein.

(RP)
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