In Düsseldorf-Urdenbach gab es den 29. Handwerkermarkt

Anbieter trotzen dem Regen : Handwerkermarkt hat wieder einen Töpferstand

Viele Verkäufer und Kunden kommen schon seit Jahren. Der Regen änderte am Zuspruch nichts.

Selbst der anhaltende Regen konnte dem 29. Urdenbacher Handwerkermarkt am Sonntag keinen Strich durch die Rechnung machen. Der Allgemeine Bürgerverein Urdenbach bekam mit etwas Improvisation die 35 Stände an der Seniorenresidenz „Haus Schloßpark“ halbwegs trocken durch den Tag.

„Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr so viele Verkaufsstände anbieten können“, sagt Brigitte Schneider, erste Vorsitzende des Bürgervereins in Urdenbach. Wie gewohnt waren die meisten Stände im Hinterhof von Haus Schloßpark in schönem Ambiente aufgebaut. „Einiges mussten wir nach innen ins Foyer verlagern. Aber das ist ja auch nicht so tragisch.“ Schmuck, Holzkunstwerke, Honig, Stoffarbeiten, Ledertaschen: Viele Verkäufer kommen schon seit vielen Jahren auf den Handwerkermarkt des Bürgervereins und freuen sich, immer am dritten Sonntag im August ihre Stände aufzubauen. Über ein Verkäuferduo, das am Sonntag das erste Mal vor Ort war, freute sich Schneider ganz besonders. „Ursprünglich war dies ja mal ein Töpfermarkt. Da wir in den letzten Jahren aber keine Töpferei mehr hier hatten, wurde der Markt umbenannt. Umso schöner, dass dieses Mal wieder ein Töpferstand dabei ist.“

Jutta Bollo und ihre Mutter Heidelies Sievering sind leidenschaftliche Fans der Töpferei. „Mit 70 Jahren habe ich im Mai mein Kunststudium in der Malerei abgeschlossen. Am Töpfern hab ich zudem auch immer schon Interesse gehabt“, erzählt Sievering. Gemeinsam mit der Tochter wird in der Freizeit am heimischen Brennofen dem Hobby nachgegangen. „Wir machen das seit ungefähr anderthalb Jahren. Das hier ist unser dritter Markt“, ergänzt Bollo. „Uns kommen gemeinsam immer wieder neue, spannende Ideen, die wir dann direkt in die Tat umsetzen.“ Und so präsentieren die beiden Damen auf dem Handwerkermarkt ein abwechslungsreiches Angebot aus verschiedensten Töpferarbeiten: Tassen, Schalen, Eulenskulpturen, kleine Figuren, mit denen Geld verschenkt werden kann. „Viele unserer Arbeiten sind kreative Hingucker, erfüllen aber auch einen praktischen Zweck“, sagt Bollo.

Ein paar Meter weiter haben Christina und Rolf Lenk ihre beiden Stände aufgebaut. Während Christina Lenk traditionelle, indische Tücher im Angebot hat, verkauft ihr Mann direkt daneben selbstgemachte Marmelade. Das Ehepaar ist in der Evangelischen Kirchengemeinde engagiert und spendet den gesamten Erlös beider Stände für karitative Zwecke nach Indien. „Die Lage in Südindien ist durch die dortige Trockenheit dramatisch. Wir wollen mit den Spenden helfen, die Infrastruktur wieder aufzubauen“, sagt Rolf Lenk.

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