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Urdenbach: Ein neuer Orts-Sheriff für Urdenbach

Urdenbach : Ein neuer Orts-Sheriff für Urdenbach

Polizeihauptkommissar Wolfgang Krämer ist häufig mit dem Fahrrad unterwegs, um Präsenz zu zeigen. In den Räumen des Allgemeinen Bürgervereins Urdenbach bietet er eine Sprechstunde an.

Wolfgang Krämer kennt den Düsseldorfer Süden bis in den kleinsten Winkel. Der 56-jährige Polizeihauptkommissar ist seit vorigem September neuer Orts-Sheriff von Urdenbach. Am 2. Mai hatte er seine erste Sprechstunde vor Ort und gleich Ratsuchende. "Es ging um einen Vorschlag zur Verkehrsverbesserung und um Belästigungen durch private Leute, die sich Sachen aus dem Sperrmüll heraussuchen", erzählt Krämer. Von seinem Aufgabengebiet ist er begeistert: "Ich habe wirklich Glück gehabt mit Urdenbach." Er freue sich auf die neuen Herausforderungen und kenne in Urdenbach viele Leute. Gefallen am Bezirksdienst fand er während einer Krankheitsvertretung und Hospitation in Garath. Das Ausscheiden des langjährigen Vorgängers Günter Wittnebel und eine erfolgreiche Bewerbung brachten schließlich die Gelegenheit zum Wechsel.

"Nach der Ausbildung und einem Jahr Pflichtobjektschutz hatte ich meinen festen Standort immer im Düsseldorfer Süden, davon 25 Jahre in Benrath", erzählt Krämer. Der Einzugsbereich erstrecke sich bis hin zur Rheinkniebrücke. "Deshalb gehörte zu meinen Aufgaben auch der Schutz des Landtages und der Außenstelle des Oberlandesgerichtes im Hafen", erzählt Krämer. Zahlreiche Demonstrationen und die IS-Terrorprozesse sind ihm präsent. Bei letzteren war er mit verantwortlich für den Schutz der Richter und Gebäude.

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Zuvor fuhr der gebürtige Düsseldorfer 15 Jahre lang mit dem Krad kreuz und quer durch die südlichen Stadtteile. In Benrath steht auch weiterhin sein angestammter Schreibtisch, doch einmal wöchentlich geht's zur Sprechstunde nach Urdenbach. "Das gab es ein paar Jahre lang nicht, aber die Urdenbacher kommen nicht nach Benrath", sagt er und lacht. So ist es ein Glücksfall, dass der Allgemeine Bürgerverein Urdenbach ihm in der neuen Dependance in der Angerstraße "Asyl" gewährt. Jetzt im Sommer habe er sich vorgenommen, viel mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. "Unübersehbar in neongelb und blau ausgestattet", sagt er. Präsenz zu zeigen, ist ihm wichtig.

Als schwieriges Pflaster seiner langen Dienstzeit ist ihm die Szene auf der Hildener Straße in Garath im Sinn. "Das war bei einer Disco Ende der achtziger Jahre. Da griff auch mal einer zur Eisenstange; es ging um körperliche Unversehrtheit", sagt Krämer und setzt verschmitzt hinzu "immer bei Vollmond". Aber mit einer positiven Einstellung ließe sich die Stimmung bei einem Gegenüber auch drehen, weiß er aus Erfahrung. Kein Tag ist wie der andere, das gefällt ihm an seinem Beruf. Viel Abwechslung hat der verheiratete Vater zweier erwachsener Töchter auch in seiner Freizeit. "Ich kümmere mich sehr viel um mein Enkelkind und bin gerne in meinem Kleingarten", erzählt Krämer. Außerdem spiele er nach längerer Pause wieder Gitarre. Ein Segeltörn steht ebenfalls auf dem Programm. "Außerdem bin ich Fortuna-Fan", sagt er und in seiner Stimme klingen das Glück und der Stolz über den Aufstieg mit.

(RP)