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Urdenbach: Ein halbes Jahrhundert Kobi-Gymnasium

Urdenbach : Ein halbes Jahrhundert Kobi-Gymnasium

Seit 1967 gibt es das Kobi in Urdenbach. Damals war die Schule noch ein reines Jungengymnasium.

Vor 50 Jahren sah die Welt in Urdenbach noch anders aus. Die Kinder besuchten getrennte Gymnasien in Benrath: Die Jungen gingen auf das Schloß , die Mädchen aufs Annette-von-Droste-Hülshoff. Ein eigenes Gymnasium hatten die Urdenbacher bis dahin nicht.

Doch 1967 sollte sich alles ändern. Denn da wurde das Kobi ins Leben gerufen. Der erforderliche Neubau wurde im September fertiggestellt und das Gymnasium konnte bezogen werden. Zunächst von 23 Lehrern und 650 Schülern. Die Klassen sechs bis 13 kamen vom Schloß-Gymnasium, das aufgeteilt wurde. Das Schloss blieb ein humanistisches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig, während die Neusprachler, die mit Englisch angefangen hatten, aufs Kobi wechselten.

Doch der Aufbau eines neuen Gymnasiums brachte zahlreiche Aufgaben mit sich. Die Pädagogen mussten viel Pionierarbeit leisten. Gerade der Aufbau eigener Sammlungen in den naturwissenschaftlichen Fächern stellte eine Herausforderung für die Lehrer des Kobi dar. Eine offizielle Eröffnung gab es deshalb damals übrigens nicht.

Nachdem das Kobi Fuß gefasst hatte, folgten in den 70er Jahren zahlreiche Veränderungen. Im Oktober 1970 feierte die Schule zunächst die Eröffnung einer eigenen Sporthalle. Diese konnte 1973 dann auch von Mädchen genutzt werden. Denn dank Koedukation besuchten nun beide Geschlechter das Urdenbacher Gymnasium. Zwei Jahre später wurde schließlich die Oberstufenreform und somit das Kurssystem für die Jahrgangsstufen elf bis 13 eingeführt. Die Abschaffung der Klassengemeinschaften in der Oberstufe bedeutete eine Umstellung für Schüler und Lehrer.

1977 sollten dann unter dem Begriff "Kooperative Schulen" große Schulzentren entstehen. Doch durch den Einsatz des damaligen Oberstufendirektors Rudolf Pentzlin und erfolgreichen Protesten von Schülern und Eltern konnte das Vorhaben verhindert werden.

Einen offiziellen Schulnamen hat das Gymnasium an der Koblenzer Straße bis heute nicht. Damit ist das Gymnasium die einzige Düsseldorfer Schule ohne Namensträger. Aber schnell hat sich die Abkürzung "Kobi" eingebürgert und ist bis heute gültig.

Und auch eine eigene Aula gab es an der Koblenzer Straße zunächst nicht. Erst 2004, also vor 13 Jahren, ging der Wunsch der Schule nach langem Warten in Erfüllung.

Ohnehin hat sich in der Schule in den vergangenen 50 Jahren vieles verändert. Aktuell besuchen 860 Schüler das fünfzügige Gymnasium. Auch die Lehrerzahl hat sich mit 65 Kräften in den fünf Dekaden fast verdreifacht. Vergrößern wird sich in Zukunft ebenfalls die Sporthalle. Denn mit einem Neubau einer Dreifachhalle gibt es mehr Platz für die zahlreichen Schüler.

Aktuell leitet Peter Labouvie das Kobi Gymnasium - und das inzwischen elf Jahre. Er selbst war zu Gründung des Kobi Schüler am Schloss. Und blieb er auch, weil er in einer der altsprachlichen Klassen mit Latein als erste Fremdsprache war.

Gemeinsam feiert das Kobi am Samstag, 30. September, seinen 50. Geburtstag. Anschließend gibt es ein Herbstfest mit einem Ehemaligen-Treffen.

(mada)