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Düsseldorfer Schüler organisieren Spendenlauf für die Ukrainehilfe​

Urdenbacher Grundschüler organisieren Spendenlauf für die Ukrainehilfe : 27.000 Euro für das SOS-Kinderdorf

Beim Sponsorenlauf der Gemeinschaftsgrundschule Garather Straße kam eine hohe Spendensumme zusammen. Sie geht an das SOS-Kinderdorf Düsseldorf.

Die aktuelle Situation und das Leid der Menschen in der Ukraine beschäftigten auch die Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsgrundschule Garather Straße in Urdenbach. Kurzerhand wurde in der Schule mit fast 300 Grundschülern ein Spendenlauf organisiert, der im Mai stattfand. Zusammen kamen 27.603,35 Euro, die jetzt an Cora Müller vom SOS-Kinderdorf in Garath überreicht wurden.  „Dieser Betrag ist wirklich der pure Wahnsinn”, sagte sie begeistert und dankte den jungen Läuferinnen und Läufern für ihr Engagement. Das Geld kommt der Ukraine-Hilfe zugute. „Wir haben zurzeit acht unbegleitete minderjährige Geflüchtete bei uns im SOS-Kinderdorf Düsseldorf und einige Familien mit Kindern”, sagt sie. Auch der Ukraine-Treff wird unterstützt. „Es ist großer Beratungsbedarf da und auch ein riesiger Bedarf nach Kinderbetreuungsplätzen”, sagt Cora Müller. Therapeutische Angebote, kleine Hilfspakete, Unterstützung für Familien – die Nachfrage ist groß.

Für das SOS-Kinderdorf in Garath ist die Geldsumme ein Spendenrekord. „Noch nie hat ein Spendenlauf eine solche Summe für uns erzielt”, sagt Müller. Dass das Geld quasi aus der Nachbarschaft kommt, freut die SOS-Kinderdorf-Vertreterin besonders. Mit sehr viel Engagement gelang der große Erfolg, auf den alle stolz sind. „Bei einem Spendenlauf können alle Kinder mitmachen und die Familien bringen sich so ein, wie sie es können“, sagt Lehrerin Britta Markowitz vom Organisationsteam, das sie mit Lehrerin Ina Parco übernahm.  „Die Viertklässler haben beispielsweise als Paten die Erstklässler angefeuert”, sagt Kollegin Ina Parco.

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Einen Sponsorenlauf gab es schon häufiger an der Urdenbacher Grundschule. Einige Kinder kannten das sportliche Highlight von ihren Geschwistern. Durch die Corona-Pandemie konnte die Aktion erst jetzt wieder einmal stattfinden. Als Strecke wurde eine Runde durch die Kämpen, ganz in der Nähe der Grundschule gewählt. Die Strecke war 581 Meter lang. In den Osterferien suchten die Kinder sich dann ihre Sponsoren. „Das haben sie mit sehr großem Erfolg gemacht“, sagen die Lehrerinnen.

Für Bela, Joshua, Noemi und Lasse aus der vierten Klasse war der Tag des Spendenlaufs spannend. „Wir waren sehr motiviert“, sagen sie. Bis zu 14 Runden schafften einige. Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde engagierten sich als Sponsoren. „Es war sehr leicht sie zu finden, denn jeder wollte gerne helfen“, sagen die Grundschüler.

Sponsorenhilfe von den Familien und tatkräftige Unterstützung gab es an der Strecke. Der Förderverein der Schule spendierte Sportlersnacks für die Kinder. „Wir haben auch sehr viel Elternunterstützung an der Strecke gehabt“, freut sich der Schulpflegschaftsvorsitzende Timo Krause. Anfeuern, Runden zählen und Getränke verteilen, alle packten mit an. Der Zusammenhalt und die hohe Spendensumme sind auch für die Schulleiterin Doris Kissmann eine tolle Sache. „Es hat mich wirklich umgehauen“, zieht sie Bilanz. Gerade in einer Zeit, in der die Menschen mit höheren Kosten in vielen Bereichen konfrontiert sind, ist das Ergebnis ein Erfolg der Schulgemeinschaft für die gute Sache.