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Düsseldorf: Wolfgang Keils 300. Führung durch Urdenbach

Anekdoten aus dem ehemaligen Fischerdörfchen an der Itter : Wolfgang Keils 300. Führung durch Urdenbach

In Urdenbach ist Wolfgang Keil bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Als er 2009 eine Führung durchs Dorf für Freunde anbot, war da der Grundstock gelegt für ein regelmäßiges Angebot.

So hatte er sich seine Jubiläumsveranstaltung gewünscht: trocken und sogar mit etwas Sonnenschein. Und so war gestern Nachmittag die 300. historische Tour durch Urdenbach wieder einmal ein voller Erfolg. Anders als vor Kurzem: Da musste der Hobby-Historiker Wolfgang Keil die Führung nach eineinhalb Stunden wegen Dauerregens absagen. „Ich war nass bis auf die Haut. Die anderen auch, und so haben wir beschlossen die Tour nächsten Monat nachzuholen.“

300 Führungen durch sein Dorf – dass es so viele werden würden, das hatte sich der pensionierte Polizeibeamte im Januar 2009 nicht vorstellen können. Auf Drängen einiger Freunde begann er damals, eine kleine Führung durch den Stadtteil anzubieten. Die Teilnehmer waren begeistert. So kamen immer mehr Veranstaltungen dazu. Anfangs trafen sich die Besucher an der Boeke Pomp, heute an Piels Loch. Denn der Treffpunkt am Ziehbrunnen wurde zu eng. „Bis zu 50 Personen kamen mit“, erinnert sich Keil – ob bei Regen oder bei Gluthitze, „wo wir von einem Schatten zum anderen gingen.“ Deshalb hat Keil vor ein paar Jahren die Teilnehmerzahl auf 20 begrenzt. Die Führungen wurden allerdings immer länger, von damals einer Stunde auf heute zweieinhalb bis drei Stunden. Keil muss sich oft bremsen, wenn er erzählt. Weil er so viel weiß, weil er sich immer mehr Details angelesen hat.

  • Enthüllten das Straßenschild für Margarteha Rosen:
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  • Jan Becker (v. l.), Philipp Wüster,
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  • Mario Basler aus seiner Zeit als
    Kult-Kicker stellte sein neues Buch vor : „Basler ballert 2:0“ am 27. Oktober in Rheinhausen
  • In der Bezirksvertretung 10 gibt es
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  • Jean Röhrscheidt (r.) erzielte das zwischenzeitliche
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Seine Plaudereien waren auch gestern gespickt mit Fakten und Anekdoten. Dabei erfuhren die Teilnehmer, dass Urdenbach ursprünglich keine Ansammlung von Bauernhöfen war, sondern ein Fischerdorf an der Itter-Mündung, das sich schon im 14. Jahrhundert in einen blühenden Handels- und Produktionsort (Weber, Töpfer, Obstanbau, Gänsezucht und Holzhandel) verwandelte. Und auch am Fachwerkhaus von 1702 an der Angerstraße macht Keil immer Halt, um zu zeigen wie hoch der Rhein stieg, als es noch keinen Damm gab. Denn dort sind die Wasser-Höchststände markiert. Mit dem Haus kennt er sich bestens aus, denn es ist sein eigenes.

Für dieses Jahr war es die letzte Führung. Die Termine für 2022 legt Keil noch fest. Infos gibt es unter Telefon 0211 716696.