Düsseldorf: Urdenbacher sammeln 1069 Unterschriften gegen Schließung der Stadtsparkasse

Düsseldorf-Urdenbach : 1069 Unterschriften gegen Sparkassen-Schließung

Nach sechs Monaten mit der mobilen Sparkassenbus soll ein Fazit über das Angebot gezogen werden.

Die Filiale der Stadtsparkasse Düsseldorf an der Kammerrathsfeldstraße schließt Ende September. Das ist beschlossene Sache – gegen den vehementen Protest von zahlreichen Bürgern. Innerhalb weniger Wochen hatten Mitglieder der Alde Odenbacher Jonges 1069 Unterschriften gegen die Schließung gesammelt. „Wir hätten noch viel mehr bekommen, aber darum geht es nicht. Wir wollen einen Impuls geben“, sagt Christoph Wylezol vom Urdenbacher Infoportal. Zusammen mit Wolfgang Keil übergab er gestern einen dicken Ordner mit den Unterschriften und  Forderungen der engagierten Bürger an Michael Meyer, im Sparkassen-Vorstand zuständig für das Privatkundengeschäft, und an Michael Beese, Bereichsleiter für Urdenbach und Garath.

In einem halbstündigen Gespräch tauschten sich beide Seiten über das weitere Vorgehen aus. Ab September schickt die Stadtsparkasse jeden Montag einen Bus als mobile Filiale an die Kammerrathsfeldstraße 64. Einen Monat lang soll der Betrieb mit der bestehenden Filiale parallel laufen. Der Bus steht jeweils zweieinhalb Stunden bereit, von 13.30 bis 16 Uhr. Dies sei eine weitere Einschränkung, kritisiert Johannes Krins, Baas der Alde Odenbacher Jonges. Bislang ist die Filiale von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

Ab Oktober ist der Bus dann alleine im Einsatz. Nach sechs Monaten Laufzeit, so vereinbarten beide Seiten, ist ein weiterer Austausch vorgesehen, um über eventuell auftretende Probleme zu reden. „Wir machen eine Analyse mit Stärken und Schwächen“, kündigte Stadtsparkassen-Sprecher Gerd Meyer an.

Für Kunden des Geldinstitutes, die kein Online-Banking machen möchten, baut die Stadtsparkasse ihren telefonischen Service aus. Dazu seien in einem Bürogebäude in Heerdt bislang 29 Mitarbeiter (inklusive Teilzeitkräfte) im Einsatz, erklärte der Sprecher weiter.

„Wenn die Sparkassen-Filiale schließt, haben wir nur noch Edeka“, sagt Wylezol. Nicht nur er sieht die künftige Versorgung im Stadtteil kritisch.

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