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Düsseldorf-Urdenbach: Selbstgemachtes für das Weihnachtsfest

Weihnachtsdörfchen in Urdenbach : Selbstgemachtes für das Weihnachtsfest

Der Erlös des Weihnachtsdörfchens in Urdenbach geht an die beiden evangelischen Kindergärten im Stadtteil.

Schon kurz nach der Eröffnung des Weihnachtsdörfchens rund um die evangelische Kirche in Urdenbach waren die meisten der 100 vorhandenen Tannenbäume bereits verkauft. Nur noch ein paar einzelne standen an der Wand. Alle anderen wurden mit Bollerwagen oder Autos abtransportiert oder standen dann, in Netze verpackt und mit einem Namensschild versehen, in einer Ecke. „Die sind aus Radevormwald“, erklärte Tatjana Pfitzer, Koordinatorin des Dörfchens. „Das sind frische, schöne Bäume aus der Region.“

Tatsächlich wurden sie erst einen Tag vorher gefällt. „Der Tannenbaumverkauf ist ein Magnet“, wusste Pfitzer zu berichten. „Die Leute brauchen keine weiten Wege fahren und können hier noch einen Glühwein trinken.“ In der Tat hat das Urdenbacher Weihnachtsdörfchen 2006, das immer nach dem Gottesdienst beginnt, auch als reiner Weihnachtsbaumverkauf begonnen. „Dann kam Glühwein hinzu und die Idee, man könnte den Besuchern auch noch eine Suppe anbieten“, erzählte Pfarrer Matthias Köhler. „Inzwischen ist das Weihnachtsdörfchen zu einem Treff für Familien geworden.“

Neben köstlichem, selbstgebackenem Kuchen und heißem Glühwein waren dort auch fair gehandelte Produkte vom Weltladen zu finden, wie Kaffee oder Kakao und Kunsthandwerk aus Afrika. Selbst gemachte Marmeladen und Plätzchen waren genauso beliebt, wie die selbst gebastelten Papiersterne, Stofftiere und Holzfiguren. Sterne und Weihnachtsmänner aus Holz wechselten den Besitzer.

Für die Kinder gab es an diesem Sonntag eine ganz besondere Attraktion. Violettas Puppenbühne aus Solingen war zu Gast und führte in der Kirche das Stück „Die Weihnachtskugeln“ auf. Die Kinder verfolgten gespannt die Suche nach dem Schlüssel zur Schatzkammer, wo die goldenen Kugeln für den Weihnachtsbaum aufbewahrt werden.

Das Weihnachtsdörfchen wird zum Großteil von den beiden Kindergärten Hochstraße und Südallee mitgestaltet. „Die beiden Kindergärten arbeiten eng mit der Gemeinde zusammen“, sagte Tatjana Pfitzer. So geht der Erlös des weihnachtlichen Dörfchens auch an die beiden Kindergärten. „Damit können sie dann Sachen finanzieren, die im normalen Budget nicht drin sind“, erläuterte Matthias Köhler. So wurde vom Erlös des Weihnachtsdörfchens von 2018 ein Weidentunnel gebaut.

Isabell Meyer wohnt noch nicht lange in Urdenbach. „Wir sind vom Kindergarten Hochstraße“, erzählt sie. Das Weihnachtsdörfchen gefällt ihr sehr. „Es ist immer schön hier“, sagte sie. Die Meyers hatten Glück mit dem Tannenbaum. „Ich bin froh, dass wir noch einen gekriegt haben“, sagte sie. Jetzt kann Weihnachten kommen.