Düsseldorf-Urdenbach: Parkdruck rund um Sana-Kliniken

Zugeparkte Anwohnerstraßen in Urdenbach : Viele Falschparker rund ums Krankenhaus

Vor allem die Angerstraße ist betroffen. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Udo Skalnik sorgt sich, dass die Feuerwehr bei einem Einsatz behindert werden könnte. Die Klinik schafft zunächst neun neue Besucherparkplätze.

Wenn der stellvertretende Bezirksbürgermeister Udo Skalnik ein wenig Zeit hat, dann ist er gerne mit seinem iPad auf der Angerstraße unterwegs. Ihn, der gleich nebenan an der Robert-Hansen-Straße wohnt, ärgert es, dass so viele Autofahrer verbotenerweise in der Anliegerstraße Angerstraße parken. Besonders ärgerlich findet er es, wenn Fahrzeuge rechtswidrig so abgestellt werden, dass für die Feuerwehr im Brandfall kaum ein Durchkommen ist. Immer wieder steht er deswegen mit dem Ordnungsamt in Kontakt. Nicht hilfreich ist dabei, dass die erlaubten Parkplätze in einem kaum merklich dunkleren Grauton der Steine gekennzeichnet sind. „Vor allem, wenn wie jetzt, jede Menge Laub liegt, kann man das kaum erkennen, sagt der SPD-Politiker.

Ab und zu verteilt der OSD tatsächlich Knollen an Falschparker. Auch Skalnik wurde dabei schon aufgeschrieben, weil er, wie er berichtet, ja nicht an der Angerstraße wohnt. So stand es in dem Schreiben von der Stadt. Doch er sieht sich schon als befugt, dort zu parken an, und verweist auf seinen Bescheid für die Anliegerbeiträge, in dem nicht nur die Robert-Hansen-Straße, sondern auch die Angerstraße ausgewiesen ist. Das hat er auch schon an die Stadt geschrieben, er wartet aber noch auf Antwort.

Schwieriger wird es aber, eine Lösung für das generelle Problem zu finden. „Ich finde es ja gut, dass das Sana-Krankenhaus in den vergangenen zehn Jahren seine Geschäftstätigkeit ausgeweitet hat“, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister. Allerdings hat die zur Verfügung stehende Parkplatzfläche mit der Expansion nicht mitgehalten. „Inzwischen parken in den Anliegerstraßen sowohl Bedienstete, als auch Besucher des Krankenhauses“, berichtet Skalnik bei einem Ortstermin. Eine hinzugekommene Anwohnerin pflichtet ihm bei: „Früher war das hier nie problematisch, einen Parkplatz zu finden, inzwischen schon.“

Schwer zu erkennen: Der Reifen steht auf dem mit einem dunkleren Grau schraffierten Parkplatz. Foto: Andrea Röhrig

Im Frühjahr hatte die Stadt der Politik den Sachstandsbericht zum Parkraumbewirtschaftungskonzept vorgelegt. Dieses sieht vor, künftig auch in Außenbezirken der Stadt Parkverkehre zu regulieren. Das Ampelbündnis aus SPD, Grünen und der FDP beauftragte die Verwaltung, „eine gezielte Parkraumbewirtschaftung unter besonderer Berücksichtigung des Bewohnerparkens zu realisieren und stadtbezirksbezogene Konzepte zu erstellen“. Mehrere Bereiche wurden dafür schon identifiziert, etwa der Norden um den Flughafen, aber auch ein Gebiet, das zwischen Benrath und Urdenbach liegt, in dem sich die Sana-Kliniken befinden.

Skalnik könnte sich vorstellen, dass rund um das Krankenhaus mit Parkscheiben sowie der Freigabe fürs Anwohnerparken gearbeitet werden kann. Auch bei Sana kennt man das Thema. Gerade ist die neue Eingangshalle fertig geworden. Und die Umgestaltung sorgt für neue Patienten und Besucher. Deswegen sollen in der kommenden Woche von den auf dem großen Parkplatz an der Urdenbacher Allee 14 ausgewiesenen Mitarbeiterparkplätzen neun auf den Wirtschaftshof verlegt. „Dort haben wir neue Kapazitäten für die Mitarbeiter geschaffen und haben dann auf dem Parkplatz mehr Stellplätze für Besucher“, sagt Unternehmenssprecherin Katharina Stratos.

Perspektivisch plant Sana ein Praxen-Haus für niedergelassene Ärzte auf dem Parkplatz. Mitarbeiter und Besucher sollen dann mit ihren Fahrzeugen in eine dann zu bauende Tiefgarage ausweichen. Derzeit befindet sich Sana in ersten Gespräche mit beratenden Architekten, damit ein solches Projekt einem in der weiteren Zukunft geplanten Neubaus des Krankenhauses nicht im Weg steht.

Doch bis zu einer großen Lösung des Problem, so Skalnik, müssten die Anwohner anders von Fremdparkern entlastet werden.