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Düsseldorf-Urdenbach: Das Angercafé hat geschlossen

Kommen und Gehen : Das Angercafé hat geschlossen

Vor sechs Jahren öffneten Susanne Bunka und ihre Tochter das Café.

Seit Juli 2014 bot das Angercafé Kaffee und Kuchen und war Treffpunkt für einen Plausch. Ein ausdrückliches Willkommen für Jung und Alt und kleinere Veranstaltungen prägten das Ambiente. Jetzt schloss das Café, das an der Ecke Gänsestraße/Urdenbacher Dorfstraße liegt, seine Tür für immer. „Wir gehen schweren Herzens. Die sechs Jahre waren schön, aber bei mir und meiner Tochter gibt es private Veränderungen“, erklärt Susanne Bunka.

Eine arbeitsintensive Zeit sei es für sie und ihre Tochter Katharina Gaeda gewesen, das habe der Umsatz leider nicht widergespiegelt. „An manchen Tagen wussten wir genau, wer zu bestimmter Uhrzeit die Tür hineinkommt. Wir haben nette Leute kennengelernt“, sagt Susanne Bunka rückblickend. Zusätzlich zum Cafébetrieb kamen seit rund fünf Jahren Grundschüler beider Urdenbacher Schulen am Nachmittag hierher. Mit dem Abholen von der Schule, Mittagessen, Spielen und Betreuung der Hausaufgaben boten die Frauen des Angercafés ein Äquivalent zum Offenen Ganztag (OGS).

Leider sei trotz aller Mühe die offizielle Anerkennung durch das Jugendamt ausgeblieben. „Da haben wir uns mehr Unterstützung erhofft, gerade weil Plätze im Offenen Ganztag fehlen“, sagt Susanne Bunka. Nach sechs Jahren ist es nun vorbei, ein neues Café wird es an dieser Stelle nicht geben: Demnächst richtet die Ergo-Versicherung hier eine Filiale ein.

(bgw)