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Düsseldorf: Schatten auf Spielplätzen dringend gesucht

Düsseldorf-Urdenbach : Schattenplatz dringend gesucht

Bei der Mobilen Redaktion monierte eine Leserin, dass der neue Spielplatz Am Rittersberg in der prallen Sonne liegt. Die Stadt prüft, weitere Bäume zu pflanzen. Beim Bau von Spielplätzen soll darauf stärker geachtet werden.

Rund vier Monate haben die Arbeiten am Spielplatz Am Rittersberg in Urdenbach gedauert. Seit August 2017 ist er im Betrieb. Die 1000 Quadratmeter große Fläche ist in Spielgebiete gegliedert: Das Adlernest, eine Kletterkombination mit Rutsche für die etwas älteren Kinder, der Sandspielplatz mit einem Spielgerät mit breiter Rutsche, Sandschütten und einem Spielturm. Außerdem gibt es noch eine Wippe und eine Schaukel. Die Sanierung des Kinderspielplatzes hat die Stadt 130.000 Euro gekostet.

Und eigentlich sieht die Fläche auch einladend aus, wäre sie nicht in einer leichten Senke gebaut, in die erbarmungslos die Sonne knallt. Bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post hatte Leserin Monika Cremer darauf hingewiesen, dass der Spielplatz sich in der knalligen Sonne befindet. Und bei einem Ortstermin bei heißen 39 Grad wird eines schnell klar: Bei diesen Temperaturen wird kein einziges Kind das Angebot nutzen. Die beiden metallenen Rutschoberflächen sind so heiß, dass man denkt, man könnte sich darauf ein Spiegelei braten; und selbst der Sand hat sich so aufgeheizt, dass man nur schnell wieder weg möchte.

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Bei der Stadt heißt es auf Anfrage, dass der Standort des Spielplatzes Am Rittersberg sorgfältig ausgewählt und geprüft sowie in der Bezirksvertretung beschlossen. worden sei. So sei die Ortswahl etwa aufgrund der Anbindung an das vorhandene Wegenetz an dieser Stelle sinnvoll gewesen. Zudem ist der Spielplatz von mehreren Bäumen umrandet. Als der Kinderspielplatz gebaut wurde, wurden laut Stadt zwei Bäume gepflanzt. Effektiven Schatten könnten sie jedoch erst nach zehn bis 20 Jahren bieten. „Solange diese Bäume noch nicht den gewünschten Schatten spenden, können Spielplatzbesucher mobile Schattenspender wie Sonnenschirme oder Strandmuscheln mitbringen“, heißt es in der Antwort der Verwaltung. Für den Urdenbacher Spielplatz prüft die Stadt nun, ob dort weitere Bäume gesetzt werden können. Dabei müsse beachtet werden, dass der Spielplatz weiterhin gut einsehbar – und somit sicher – bleibe.

 Ganz in der Nähe liegt dieser beschattete Bolzplatz. Die Stadt hat aber gewollt darauf verzichtet, dort auch den Spielplatz hinzulegen.
Ganz in der Nähe liegt dieser beschattete Bolzplatz. Die Stadt hat aber gewollt darauf verzichtet, dort auch den Spielplatz hinzulegen. Foto: Andrea Röhrig

In knapp 200 Metern Entfernung liegt ein kleiner Bolzplatz, dessen Fläche von Bäumen beschattet wird. Auf die Frage unserer Redaktion, ob es nicht mehr Sinn gemacht hätte, den Spielplatz dorthin zu bauen, antwortete die Stadt: „Der Bolzplatz soll als multifunktionale Fläche erhalten bleiben, damit die Wiesen weiterhin für Sport- und Spielaktivitäten genutzt werden können. Würde man diese Fläche mit dem Kinderspielplatz ersetzen, wäre das Angebot einseitig auf eine sehr junge Nutzergruppe beschränkt. Zudem würde es auf der Fläche zu Konflikten kommen, da Ballspieler – die diese Fläche bisher genutzt haben – und spielende Kinder sich gegenseitig in ihren Freizeitaktivitäten beeinträchtigen würden.“

Bei dem Bau von weiteren Spielplätzen im Stadtgebiet will die Verwaltung nun auch verstärkt Rücksicht nehmen auf den Klimawandel und seine Folgen. Sie beabsichtigt, beim Neu- und Umbau von Kinderspielplätzen möglichst viele Bäume zu pflanzen und somit mittelfristig Schatten zu schaffen. Auf den Wasserspielplätzen bieten die Wärter­häuschen, die aus technischen Gründen notwendig sind, Schatten. Dies wäre für die 435 städtischen Spielplätze keine Möglichkeit, erklärt die Stadt. Andere Alternativen wie etwa Textilbespannungen wurden geprüft. Sie scheiden aus, da sie anfällig für Schäden durch Witterungsverhältnisse und Vandalismus sind.