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Düsseldorf: Pfarrerin Michaela Nieland-Schuller geht in den Ruhestand

Engagiert für deutsch-britische Freundschaft : Pfarrerin Nieland-Schuller geht in Rente

Am 28. März ist der Abschiedsgottesdienst für Michaela Nieland-Schuller. 26 Jahre war sie für die Gemeinde an der Heilig-Geist-Kirche in Urdenbach verantwortlich.

Abschied nehmen heißt es bald für Michaela Nieland-Schuller, die ehemalige Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Urdenbach und jetzige Klinik-Seelsorgerin am Sana-Krankenhaus in Benrath. Am 28. März wird Nieland-Schuller durch Pfarrerin Heike Schneidereit-Mauth, verantwortlich für das Handlungsfeld „Seelsorge“ im Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf, in den Ruhestand verabschiedet.

26 Jahre war Michaela Nieland-Schuller für den Pfarrbezirk rund um die Heilig-Geist-Kirche an der Südallee in Urdenbach verantwortlich. Sie verglich die 1966 gebaute Heilig-Geist-Kirche (inzwischen von der Gemeinde aufgegeben) einmal mit einer Arche: quadratisch, praktisch, gut – halt dem damaligen architektonischen Geschmack entsprechend. Nieland-Schuller blickte beim Jubiläum zum 50. Bestehen der Kirche 2016 dankbar auf eine engagierte, lebendige Kirchengemeinschaft zurück. In Erinnerung bleibt Nieland-Schuller ein Jugendaustausch mit dem Partnerkirchenkreis in Südafrika in den 1990er Jahren. „Bis heute bestehen Kontakte zu den Frauen und Männern, die damals an dem Austausch teilgenommen haben“, sagt die Pfarrerin. Nicht zu vergessen ihr Engagement in der Reading-Partnerschaft. Gäste aus der englischen Partnerstadt von Düsseldorf feierten das 30-Jährige 2018 mit einem Gottesdienst in der Heilig-Geist-Kirche. „Die Begegnung mit den Menschen in der Gemeinde und auch außerhalb lag mir stets sehr am Herzen“, sagt Nieland-Schuller, die verheiratet ist und drei erwachsene Kinder hat.

Die Themen Versöhnung und Völkerverständigung gehören zu ihren Herzensangelegenheiten. Elf Jahre organisierte sie Konfirmanden- und Seniorenreisen nach Polen und setzte sich mit den Teilnehmenden mit den Themen Nationalsozialismus und Antisemitismus auseinander. „Bei unseren Besuchen in Polen war ein Aufenthalt in der Gedenkstätte Auschwitz fester Bestandteil. Konfirmanden haben dabei Eindrücke mitgenommen, die sie mit der Geschichte ihres eigenen Landes und dem heute vorhandenen Rassismus besser und bewusster umgehen lassen“, sagte Nieland-Schuller.

Drei Jahre vor ihrem Ruhestand wagte sie einen Neuanfang. Sie nahm Abschied von ihrer Kirchengemeinde und wurde Seelsorgerin am Sana-Krankenhaus. Sie steht dort nicht nur Ärzten, Pflegern und Patienten seelsorglich zur Seite, sondern betreut auch das ehrenamtliche Team der „Grünen Damen“.

Auch die seelsorgliche Begleitung der Menschen im Caritas-Hospiz in Garath gehört zu ihren Aufgaben. Den Angehörigen der dort Verstorbenen spendete sie bei den Trauerfeiern und Beerdigungen Trost. „Ich kann mir vorstellen, auch nach meiner Verabschiedung ehrenamtlich in der Klinikseelsorge zu arbeiten“, sagt die zukünftige Ruheständlerin.