Freiwilligen-Projekt in Düsseldorfer Kirchgarten Ein Baumhaus als Begegnungszentrum

Düsseldorf · Trauungen und Taufen unterm Blätterdach – im Garten der evangelischen Gemeinde könnte das Wirklichkeit werden. Die Idee, dort ein Baumhaus zu bauen, nimmt langsam Gestalt an.

 Pfarrer Matthias Köhler vor den Bäumen, die einmal das neue Begegnungszentrum tragen sollen.

Pfarrer Matthias Köhler vor den Bäumen, die einmal das neue Begegnungszentrum tragen sollen.

Foto: Anne Orthen (orth)

Das evangelische Gemeindehaus an der Angerstraße hat eine große Wiese und einen alten Baumbestand. Ein Ort, der zum Verweilen einlädt und künftig weiter genutzt werden soll. Gottesdienste wurden bereits draußen gefeiert, und im vergangenen Jahr kam die Idee für ein Baumhaus in den dortigen Linden hinzu.

Es gibt dafür bereits erste Spenden aus der Gemeinde und auch viele Ideen. Im vergangenen Frühjahr beteiligte sich die Evangelische Gemeinde Urdenbach mit der Projektidee auch an einem Wettbewerb. „Gewonnen haben wir leider nicht, waren aber schon sehr weit vorne“, sagt Pfarrer Matthias Köhler. Und natürlich soll die Idee eines Baumhauses als Begegnungsort jetzt nicht einfach in der Schublade verschwinden. Im Gegenteil: Am Donnerstag, 11. April, findet um 19 Uhr im „Blauen Salon“ des Gemeindehauses, Angerstraße 77, ein erstes Planungstreffen statt.

Eingeladen sind Interessierte jeden Alters, die ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen und das „Urdenbacher Baumhaus-Team“ ergänzen wollen. „Wir haben noch keinen fertigen Plan, aber einen Haufen Ideen und Wünsche“, sagt Köhler. Auf einer großen Tafel sind sie gesammelt und reichen von Trauungen und Taufen unter dem Blätterdach bis zum WLan, einem Raum zum Chillen, mehreren Ebenen und einer kleinen Brücke, die die Bäume verbindet „Es gibt Jugendliche und Erwachsenen, die sich das sehr gut vorstellen können“, sagt der Pfarrer.

Bei dem ersten Treffen soll nun geklärt werden, wie es weitergeht. Für den Einstieg sind die notwendigen finanziellen Mittel auch vorhanden. Beteiligen wollen sich Konfirmanden und Menschen, die nicht immer in der Gemeinde aktiv sind. „Die sagen dann, das ist ein Angebot und eine Sache, die möchte ich gerne machen“, sagt Pfarrer Matthias Köhler. Auch ein Schreinermeister will helfen, und es gibt schon Pläne, wie man solche Baumhäuser bauen kann.

Erste Ehrenamtliche gehören schon fest zum Baumhaus-Team, das auf viele tatkräftige Unterstützer hofft. Beim Treffen am kommenden Donnerstag sollen sich die Freiwilligen erst einmal kennenlernen. Und nach einer Ortsbegehung könnten dann schon die nächsten Schritte festgelegt werden. „Da fängt es also an, zu überlegen, wie legt man los“, sagt Matthias Köhler, der vermutet, dass das Projekt wohl „über mehrere Jahre“ wachsen werde. Mit solchen Gemeinschaftsprojekten hat er bereits Erfahrung: „Das haben wir schon mal gemacht sehr erfolgreich mit der mobilen Kirche, das ist ein Anhänger, der zu einer Kirche umgebaut ist.“

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