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Düsseldorf: Grundsteinlegeung für Thedor-Litt-Realschule​

Neubau der Urdenbacher Schule kostet 32 Millionen Euro : Grundsteinlegung für Thedor-Litt-Realschule

Die Theodor-Litt-Realschule in Urdenbach bekommt für 32 Millionen Euro einen Neubau auf dem Nachbargrundstück. Fertig sein soll die neue Schule für 620 Schülerinnen und Schüler im zweiten Quartal 2024.

Bereits Mitte der 1990er Jahre diskutierte die Düsseldorfer Politik darüber, ob man nicht bald mal die in Urdenbach liegende Theodor-Litt-Realschule sanieren müsste. Gebaut wurde sie Ende der 1960er Jahre, eine Zeit, in der beim Bauen, vor allem beim Dämmen, gesundheitsschädliche asbesthaltigen Materialien genutzt wurden. Saniert wurde die Realschule dann erstmal trotzdem nicht. Viele Jahre tat sich gar nichts, bis dann 2017 das Thema wieder auf den Tisch kam, dann aber schnell klar war, dass ein Neubau effizienter ist.

Der entsteht nun auf einem benachbarten Grundstück und einem Teil des früheren Schulhofs. Der Vorteil: Die Unannehmlichkeiten für die 620 Schülerinnen und Schüler und die 48 Lehrkräfte durch Lärm und Dreck sind geringer als eine Sanierung im Bestand. Die Kosten für den Neubau betragen rund 32 Millionen Euro. Die Fertigstellung soll im zweiten Quartal 2024 sein. Die Schule kann ihre neuen Räumlichkeiten zum Schuljahresbeginn 2024/2025 beziehen. Im Anschluss wird der Rest der alten Gebäude abgerissen und weichen einer Wohnbebauung.

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In den Osterferien haben die Arbeiten begonnen. Ein Teil des alten Schulgebäudes wurde abgerissen. Gestern nun gab es die offizielle Grundsteinlegung, obwohl man meinen könnte, dass bald schon Richtfest gefeiert werden könnte. Denn es steht schon einiges an Mauerwerk. Schulleiter Jörg Napiwotzki verfolgt den Baufortschritt vom Fenster aus: „Als ich in den Sommerferien nach der Post geschaut habe, war ich erstaunt, wie schnell man Fortschritte sieht.“ Wegen der Arbeiten fehlten der Schule neun Klassenräume. Weil man zusammenrückte, wurden nur vier Schulcontainer benötigt. Die alte Einfachsporthalle wurde demontiert; sie soll in einem zweiten Bauabschnitt neu aufgebaut werden, berichtet die Stadt.

Zur im kleinen Kreis begangenen Grundsteinlegung führten Schüler der Klasse 6 ein selbstgetextetes Lied auf, aus dem unschwer zu hören war, dass die Kinder dort gerne in die Schule gehen:„Wir sind die beste Schule der Stadt, weil wir die besten Schüler haben.“ Der Text handelt auch von dem Schulhof-Angebot, das bislang seinesgleichen in der Stadt gesucht hat. Nun muss die Schule für den Neubau ein großes Stück hergeben, wie Schulleiter Jörg Napiwotzki mit Wehmut erzählt: „Wir hatten hier immer eine riesige Fläche, auf der die Schüler sogar Fußballspielen konnten, ohne anderen Kindern im Weg zu sein.“ Die Stadt hatte 2018 in einem so genannten partizipativen Workshopverfahren die Schule an der Planung für das Raumprogramm beteiligt. Schüler, Eltern und Lehrer hatten dabei auf den nötigen Schallschutz für die nahe gelegene Bahntrasse Wert gelegt. „Man hat uns gesagt, dass der ausreichend sein werde“, sagt der Schulleiter.

Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) berichtete bei dem Termin, dass die Schüler sich auf ein „Grünes Klassenzimmer“ auf dem Dach der Schule freuen können. Dort seien dann sogar Experimente unter freiem Himmel möglich. Das Dach-Klassenzimmer kann von den oberen Unterrichtsclustern sowie vom naturwissenschaftlichen Bereich direkt erreicht werden.

Das neue Schulgebäude wird über zwei spiegelsymmetrische, dreigeschossige Gebäudeflügel für die allgemeinen Unterrichtscluster verfügen. Verbunden werden diese Gebäudetrakte über einen zweigeschossigen Forumsbau, der das Herzstück der Schule darstellt und einen zentralen, offen gestalteten Treffpunkt mit Forum, Essbereich und Selbstlernzentrum bildet.