Urdenbach: Der Garagentrödel hat inzwischen Kultstatus

Urdenbach : Der Garagentrödel hat inzwischen Kultstatus

Ob Kinderspielzeug, eine alte Waage oder auch ein Kerzenständer: Zwischen Kitsch und Kunst ist beim diesjährigen Urdenbacher Garagentrödel für fast jeden Schnäppchenjäger etwas dabei. Bereits seit fünf Jahren organisieren Martina Pulm, Matthias Mucharowski und Christoph Wylezol den Flohmarkt. Mittlerweile hat das Event eine Art Kultstatus im Stadtsüden erreicht. "Als wir angefangen haben, hatten wir etwa 50 Teilnehmer. Mittlerweile sind es schon über 100. Es freut mich sehr, dass der Trödel den Leuten so gut gefällt. Jeder Urdenbacher kann hier mitmachen. Nur eine Gebühr von fünf Euro ist fällig. Davon finanzieren wir beispielsweise die Flyer", meint Wylezol.

Auch Martina Pulm und Matthias Mucharowski freuen sich über das große Interesse der Bürger. Mit dem Garagentrödel möchten beide den Anwohnern den Verkauf von Kitsch und Co. einfacher machen. "Wir trödeln selber gerne und gehen oft auf Flohmärkte. Wir dachten aber immer, dass es doch einfacher wäre, wenn man die Sachen nicht erst zum Platz schleppen muss. So kam uns die Idee für den Garagenflohmarkt", erzählt Mucharowski.

Dass er seinen Stand direkt vor der Tür aufbauen kann, gefällt auch Teilnehmer Achim Krings. Der Urdenbacher hat bisher noch keinen Flohmarkt verpasst. An seinem Stand verkauft er neben Kinderkleidung und Deko auch ein Spaghetti-Bild. "Es ist praktisch, dass ich alles direkt vor der Haustür aufbauen kann. Mit dem Verkauf bin ich immer sehr zufrieden. Gerade bei gutem Wetter kommen viele Besucher. Ob ich das Bild mit den Spaghetti verkaufen kann, bleibt aber abzuwarten", sagt Krings und lacht.

Andreas Bolewski ist an diesem Sonntag auf der Suche nach Kinderkleidung und Schnäppchen. Gemeinsam mit seiner Familie ist er aus Langenfeld gekommen. Besonders gefällt ihm die freundliche Atmosphäre: "Ich bin zum ersten Mal hier. Die Menschen sind total freundlich und auch Urdenbach finde ich sehr schön. Außerdem macht mir das Handeln Spaß. Es wäre klasse, wenn wir so etwas auch bei uns hätten."

Doch nicht nur Besucher, auch einige Gastronomen haben den Flohmarkt für sich entdeckt. So auch Bäcker Thomas Pohl. Für den Garagentrödel öffnet der Inhaber sein Backhaus anstatt bis zwölf sogar bis 17 Uhr. Vor seiner Eingangstür hat er außerdem selbst einen kleinen Stand aufgebaut. "Von Jahr zu Jahr gibt es mehr Menschen, die auch nach zwölf noch vorbeikommen", sagt er.

(mada)
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