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Urdenbach: Auen-Kenner laden zum Aktionstag in der Kämpe

Urdenbach : Auen-Kenner laden zum Aktionstag in der Kämpe

Das ganze Jahr über bieten die Auenerlebnisbegleiter verschiedenste Führungen an, für die sie jetzt bei einem Schnuppertag warben.

Ein kleines Pavillonzelt an der Zufahrt zu Piels Loch in der Baumberger Straße reicht völlig: Mehr brauchen die Auenerlebnisbegleiter für ihren ersten Aktionstag nicht. Was sie an diesem sonnigen Samstag zeigen wollen, liegt ohnehin direkt um sie herum: eine Wanderkarte und Informationen zur Bestimmung der Pflanzen, Vögel und Teich-Bewohner. Einige Tierpräparate - Fuchs, Rabe, Hase, Nutria und Waschbär - bilden die Tierwelt der Kämpe ab, letzterer gehört allerdings nicht unbedingt als Einheimischer dazu.

Die ehrenamtlichen Naturfreunde machen an diesem Tag auf ihre vielfältigen Führungen durch die Urdenbacher Kämpe aufmerksam - mit zwölf Aktiven sind sie vier Stunden lang vor Ort. Den ganz großen Ansturm erleben sie nicht: "Aber es gibt Interessierte und dann sind es gute Gespräche", sagt Manfred Krüger, Imker und prädestiniert für alles, was in der Kämpe summt - bis hin zu den Hornissen. Spaß macht es ihm und seinen Mitstreitern auf jeden Fall, zumal es auch Komplimente gibt. Wie etwa von dem Mann, der aus Neuss angereist ist, aber früher lange im Düsseldorfer Norden wohnte. "Er sagte mir, dass er die Urdenbacher Kämpe gar nicht kennt und nicht wusste, wie schön es hier im Süden ist", meint Krüger erfreut.

Die sonst zweieinhalbstündigen Führungen sind heute zum Reinschnuppern auf 30 bis 45 Minuten verkürzt. Interessierte können sich "auf die Suche nach den fliegenden Diamanten" begeben, einen "Spaziergang für alle Sinne" erfahren oder ihre Kenntnisse über die "Un-Kräuter am Wegesrand" ergänzen. Auch die Rheinverlagerung und ihre Auswirkungen oder einfach ein "Spaziergang für alle Sinne" bieten sich an. Ursula Jansen-Stegemann kommt gerade von einer Führung zurück. "Ich habe viel Neues über Heilkräuter erfahren", verrät die Urdenbacherin. Das interessiere sie ohnehin brennend, und sie sei erstaunt über das, was an "Nebenprodukten" am Wegesrand wachse.

Das gesamte Team der 16 Auenerlebnisbegleiter bietet regelmäßig und über das Jahr verteilt zahlreiche verschiedene Themen an. Nach der Veranstaltung am Samstag ist Manfred Krüger zufrieden und sicher, dass es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben wird. "Der Mai ist ideal dafür", sagt er. Sinnvoll sei die Idee auch gewesen: Denn die meisten Interessierten hätten vorher gar nicht gewusst, dass es Führungen gibt. Und: "Wir tun das, weil es uns Spaß macht", betont der Imker. Dabei schließt er ganz selbstverständlich das komplette Team der Auenerlebnisbegleiter ein.

Nächste Veranstaltung "Der Urdenbacher Altrhein - neue Wildnis im Siedlungsraum"; heute, Montag, 14. Mai , 17 bis 19 Uhr Anmeldung unter 0211 / 899 48 00.

(bgw)