Urdenbach: 2018 rollen beim TSV die Bagger an

Urdenbach: 2018 rollen beim TSV die Bagger an

Der Verein bekommt statt der Gymnastikhalle nun ein Funktionsgebäude. Aus dem Aschen- wird ein Kunstrasenplatz.

Es geht - wenn auch allmählich - voran beim TSV Urdenbach. Das ehrgeizige Projekt "Fit 2014", mit dem der Verein bereits 2011 die Weichen mit einer umfangreichen und zeitgemäßen Umstrukturierung der Anlage an der Woermannstraße sowie der Vereinsgaststätte "Bürgerstube" und der alten Turnhalle hatte stellen wollen, nimmt endlich Gestalt an. Wenn auch in abgespeckter Form. Der Bau einer geplanten Gymnastikhalle auf dem Vereinsgelände hatte sich aufgrund der Bodenbeschaffenheit als zu kostspielig erwiesen und war deshalb nicht zu realisieren. Eine Konzeptänderung war erforderlich geworden.

Nun steht fest: 2018 wird anstelle der Gymnastikhalle ein Funktionalgebäude erstellt, mit Platz für dringend benötigte Duschen, Umkleidekabinen und Büros. Zudem wird der marode Aschenplatz, der sich neben dem Naturrasen befindet, durch einen Kunstrasen ersetzt. Die Arbeiten dafür haben mit der Abholzung von Bäumen inzwischen begonnen.

Für Friedhelm Gutowski und Peter Wallscheid vom TSV-Vorstand endet damit eine "Leidenszeit". "Die zahlreichen Gespräche und Planungsänderungen haben Nerven gekostet", räumt der Vorsitzende Gutowski ein. So richtig glauben will er an den Erfolg der langjährigen Bemühungen erst, "wenn die Bagger anrollen." Laut Ratsbeschluss aus diesem Sommer wurden für das etwa 388 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Funktionalgebäude Bau-Nettokosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro bewilligt. "Ende 2018 soll der Bau fertiggestellt sein", berichtet Gutowski. Die Arbeiten zum Bau des inzwischen ebenfalls genehmigten Kunstrasenplatzes mit der Größe eines Kleinspielfeldes, der auch mit einer Flutlichtanlage ausgestattet sein wird, sollen bis zum Beginn der Fußball-Saison im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

26 Mannschaften umfasst die Urdenbacher Fußballabteilung aktuell - die damit räumlich aus allen Nähten platzt. "Auf unserem Kunstrasenplatz trainieren nicht selten sechs Mannschaften gleichzeitig", bestätigt Gutowski. Der Naturrasen kann nach dem Anbringen zusätzlicher Strahler an den Flutlichtmasten des Kunstrasenplatzes bei Dunkelheit zumindest teilweise mitgenutzt werden. "Gern würden wir genügend Trainingsplatz haben für eine zweite Herrenmannschaft und weitere Jugendteams", betont der TSV-Boss.

Vom Platzmangel betroffen sind gegenwärtig auch andere Sportabteilungen. Die Urdenbacher Kampfsportler beispielsweise müssen in Kellerräume der Garather Grundschule ausweichen, weil die TSV-Turnhalle im Zuge der Sanierung der Vereinsgaststätte nicht verfügbar ist. Bei den Turnern klappt es mit dem Trampolinspringen nicht mehr, weil keine Ausweichhallen mit geeigneter Höhe zur Verfügung stehen. Ab 2019 sollen die Südvereine, die bis dahin neu gebaute Dreifachsporthalle am Gymnasium Koblenzer Straße nutzen können.

"Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren unserer Gesellschaft", hebt Gutowski hervor. Deshalb sei es notwendig, dass Vereine auch in Zukunft in der Lage seien, attraktive Angebote für Sporttreibende einer veränderten Gesellschaft zu bieten. "Jung und Alt sollen sich bei uns im Verein wiederfinden können", sagt der TSV-Vorsitzende, der mit Blick auf stetig steigende Kosten für weitere Kooperationen plädiert, wie sie etwa der TSV Urdenbach seit fast 15 Jahren mit der TSG Benrath praktiziert.

(hel)