Stadt Düsseldorf plant neue Schulen für Rath und Unterrath

Schulentwicklungsplan für Düsseldorf : Zwei neue Schulen für Rath und Unterrath

Zwei brach liegende Grundstücke sollen eine neue Nutzung erhalten. Zudem ist eine inklusive Kindertagesstätte geplant.

In Unterrath an der Borbecker Straße soll eine neue Realschule realisiert und an der Herdecker Straße in Rath eine Förderschule mit inklusiver Kita errichtet werden. Das hat die Verwaltung nun in der Bezirksvertretung 6 bei der Vorstellung des achten Schulentwicklungsplanes mitgeteilt. „Dass endlich auf zwei brachliegenden Grundstücken etwas passiert, ist eine sehr positive Nachricht für unseren Stadtbezirk“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Birgit Schentek.

Am Standort Borbecker Straße hat sich bis 2014 die Kartause-Hain-Hauptschule befunden, in deren Räumen später zeitweilig Flüchtlinge untergebracht wurden. Eigentlich war geplant, dass dorthin das jüdische Albert-Einstein-Gymnasium hinziehen soll. Die jüdische Gemeinde hat aber aus Sicherheitsaspekten von den Plänen Abstand genommen, so dass der Standort wieder frei wurde. Nun soll dort eine dreizügige Realschule mit einer Zweifach-Turnhalle neu errichtet werden, da die alten Schulgebäude nach Einschätzung der Verwaltung aus wirtschaftlichen und schulorganisatorischen Gründen nicht mehr geeignet sind. Der Schulbetrieb soll dort zum Schuljahr 2024/25 aufgenommen werden.

Ursprünglich war der Bau der Realschule an der Herdecker Straße an der Stadtteilgrenze von Rath und Unterrath auf einem ehemaligen Sportplatz geplant. Dieser Standort wird nun für neue Entwicklungen frei. Dort soll die Franz-Marc-Förderschule mit dem Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die bislang am Lobachweg in Gerresheim untergebracht ist, einen Neubau erhalten. Zudem soll eine Dependance der Jan-Wellem-Förderschule mit Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung und eine inklusive Kita dort mit einziehen. Im Stadtbezirk 6 (Rath, Unterrath, Mörsenbroich, Lichtenbroich) herrscht ein hoher Bedarf an solchen Schulen. „Alleine 55 Kinder müssen zurzeit aus dem Bezirk bis nach Gerresheim zur Schule am Lobachweg fahren“, sagt die Verwaltung. Durch den Neubau würde das Angebot an Förderschulen besser über das Stadtgebiet verteilt werden. Am 19. Dezember wird der Stadtrat über den Schulentwicklungsplan entscheiden.