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Rund 30 Freiwillige haben den Kittelbach in Unterrath von Müll befreit

Umweltschutz in Düsseldorf : Der Kittelbach ist wieder sauber

Mehr als 250 Kilogramm Müll haben mehr als 30 freiwillige Sammler am Wochenende entsorgt. Sie hatten sich bei mehr als 30 Grad Außentemperatur gut 800 Meter des Kittelbaches (Ufer und Gewässer) und den angrenzenden Karthäuserpark vorgenommen.

Tobias Grupe ist enttäuscht. „Im vergangenen Jahr haben wir achtmal den Kittelbach Clean-up gemacht und jedes Mal etwas weniger Müll gefunden“, sagt er. „Diesmal aber war es wieder richtig viel.“ Mehr als 250 Kilogramm Müll, darunter ein Koffer mit einem dazugehörigen Trolly vom Flughafen, völlig verschmutzte Kleidung und eine Gaspistole sammelten die 30 Freiwilligen, die sich bei mehr als 30 Grad Außentemperatur gut 800 Meter des Kittelbaches (Ufer und Gewässer) und den angrenzenden Karthäuserpark zur „Grundreinigung“ vorgenommen hatten.

Der „Kittelbach Clean up“ ist die kleine Schwester des „Rhein Clean-up“. Grupe hatte bei der regelmäßigen Uferreinigung von Düsseldorfs größten Strom mitgemacht und kam auf die Idee, das Konzept auf das Gewässer vor seiner Unterrather Haustür zu übertragen. „Vor einem Jahr waren wir mit fünf Leuten unterwegs, jetzt haben wir mit 30 Müllsammlern einen Rekord aufgestellt“, freut sich Grupe. Darunter war auch der ehemalige Vorsitzende des Düsseldorfer Jugendrats, Lukas Mielczarek. „Es reicht eben nicht, einfach nur ein paar Mülleimer mehr aufzustellen. Es muss sich im Bewusstsein der Menschen etwas ändern, um Umweltbewusstsein in die Stadtviertel zu tragen. Deshalb sind diese kleinen Aktionen im eigenen Kiez enorm wichtig“, so Mielczarek. „Es ist auch schön zu sehen, wie viele Menschen in der Peripherie Düsseldorfs sich für das eigene Umfeld engagieren.“

Die Initiatorin der Düsseldorfer Clean-up-Bewegung, Victoria Blocksdorf, kämpft an mehreren Fronten, am Rhein, am Kittelbach, an der Düssel und am Brückerbach. „Es ist erschreckend, wie sorglos viele Menschen mit ihrer Umwelt, mit ihrer direkten Umgebung umgehen“, ärgert sie sich. „Zigarettenkippen, Kronkorken, Flaschen werden einfach achtlos weggeschmissen. Vielleicht denken ja viele, dass ihr Beitrag am Problem Umweltverschmutzung nichts ändert, aber jede auch noch so kleine Müllvermeidung ist wichtig. Wenn alle mitmachen, finden wir beispielsweise keine Kippen mehr. Das wäre traumhaft, und alle hätten etwas davon.“

Bis es so weit ist, wird aber von Grupe und den anderen engagierten Sammlern noch viel Müll am und im Kittelbach gefunden und entsorgt werden müssen. Der nächste „Kittelbach Clean-up“ ist für den 18. Oktober geplant. Infos gibt es im Internet, etwa unter www.facebook.com/blockblocksrheincleanup).