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Unterrath: Kinder blicken hinter Schausteller-Kulissen

Unterrath : Kinder blicken hinter Schausteller-Kulissen

Während des Unterrather Schützenfestes bekamen sechs Vorschulkinder der Kita an der Ahornallee die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Schausteller zu blicken und all ihre Fragen zum Schaustellerleben beantwortet zu bekommen.

"Wow, ist der groß!", staunt Steve als er die Treppe hinauf in den Wohnwagen von Schausteller Karl Maatz steigt. Ungemütlich wird es im Wohnwagen dank einer Länge von über zwölf Metern und mehreren getrennten Räumen nicht, erklärt der Schausteller den Kindern. Das sei besonders wichtig, schließlich sind Maatz und seine Kollegen von der ersten Kirmes an den Ostertagen bis hin zu den Weihnachtsmärkten fast das ganze Jahr mit dem Wohnwagen unterwegs.

Nachdem das Heim der Schausteller von den Kindern bewundert wurde, geht es zu den noch geschlossenen Fahrgeschäften. Die wichtigste Frage der Kinder, wann das Karussell endlich aufmacht, kann noch nicht gelöst werden, da viele der Kollegen noch bei den Vorbereitungen für das Tagesgeschäft sind, erzählt Maatz. Die Kinder erfahren auch, dass Schausteller auch Nachteile haben. So sei es mittlerweile kaum mehr möglich große Neuheiten auf dem Schützenplatz zu präsentieren, erklärt Oliver Wilmering, Vorsitzender des Düsseldorfer Schaustellerverbandes, den Kindern. Viele der Schaustellerbetriebe könnten nur überleben, weil sie vom Zusammenhalt, der untereinander herrscht, leben. Besonders der Auf- und Abbau ist sehr stressig, ergänzt Maatz. Trotzdem sei das Leben als Schausteller sehr spannend, da man viele Leute kennenlerne.

Am Ende gab es für jedes der sechs Kinder eine Freifahrt-Karte für das Karussell, die sicher für ein baldiges Wiedersehen sorgt.

(het)