Jugendliche fordern einen Treffpunkt in Düsseldorf Unterrath an der A44.

Jugendfreizeit in Düsseldorf : Jugendliche fordern einen Treffpunkt für Unterrath

Das Problem gibt es in vielen Stadtteilen, es fehlt ein öffentlicher Ort, an dem sich Jugendliche ungestört treffen können. In Unterrath soll nun Abhilfe geschaffen werden. Geprüft werden soll für einen Treffpunkt eine Fläche in einem Park.

Der Jugendrat hat einstimmig einen Antrag verabschiedet, der auch der Bezirksvertretung 6 vorgelegt wurde. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, in Unterrath nach einem geeigneten Platz zu suchen, an dem sich Jugendliche treffen können, ohne dass Anwohner dabei gestört werden. Bislang gebe es solch einen Platz in Unterrath noch nicht und Alternativen in anderen Stadtteilen seien problematisch.

So hat eine  Jugendgruppe der Jugendfreizeiteinrichtung Ammerweg berichtet, dass sich die jungen Erwachsenen manchmal unter der Theodor-Heuss-Brücke treffen würden, das sei allerdings aufgrund der zu späten Stunden nicht verkehrenden Busverbindung nicht optimal. Die Gruppe schlägt deshalb über den Jugendrat als Treffpunkt eine Fläche im Park über der Autobahn 44 nördlich der Eckenerstraße vor. „Dieser Bereich hat den Vorteil, dass sich durch seine Lage zwischen dem Stadtteil und dem Flughafen sowie die Entfernung der nächsten Wohnbebauung eine Beeinträchtigung von Anwohnern vermeiden lässt. Zudem ist er gut fußläufig und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar“, sagt der Jugendrat.

Die Bezirkspolitiker sind der Anregung des Rates einstimmig gefolgt und haben dessen Anliegen noch erweitert. So wollen sie, dass die Verwaltung für alle vier Stadtteile im Bezirk – Rath, Unterrath, Lichtenbroich und Mörsenbroich – geeignete Grundstücke benennt, die sich für einen Treffpunkt eignen. „Bevor die Verwaltung dann aber agiert, soll sie uns diese Orte vorstellen“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Birgitt Schentek.

Denn der Jugendrat stellt viele Anforderungen an einen Treffpunkt. Dieser soll zum Beispiel auch zu späten Stunden genutzt werden können und von den Jugendlichen mitgestaltet werden, damit dieser auch ihren Bedürfnissen entspricht. Dabei soll besonders auf Kriterien der Nachhaltigkeit, des Umwelt- und des Klimaschutzes geachtet werden.

Unabhängig von der möglichen Schaffung eines Treffpunktes möchte die Bezirksvertretung den Park auf dem Autobahndeckel aufwerten. Dieser besteht zurzeit größtenteils aus Rasenfläche. Dort werden nun Blumenwiesen und Sträucher gewünscht, welche attraktiver für die  Insekten- und Tierwelt sind.

Mehr von RP ONLINE