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Unterrath: Durcheinander an der Unterrather Straße

Unterrath : Durcheinander an der Unterrather Straße

Baustellen, versperrte Parkbuchten, Schienen, die ins Nichts führen. Seit zwei Jahren herrscht Chaos.

An manchen Tagen dreht Inge Jünger wieder um und stellt ihr Auto vor der Tür ab, weil sie von ihrem Zuhause an der Hoferhofstraße nicht über die Unterrather Straße raus aus dem Viertel kommt. Seit mehr als zwei Jahren herrscht auf der Unterrather Straße im Bereich der niedrigen Hausnummern ein Durcheinander. "In Dreierreihen stehen die Autos hier", sagt Jünger. Handwerker, Anwohner, Besucher müssen sich den knappen Parkraum teilen.

Im Januar 2016 hat die Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost, kurz Wogedo, mit den Abrissarbeiten eines alten Gebäuderiegels begonnen. Entstehen sollen dort sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 59 Wohnungen und zwei Stadthäuser. Dazu kommt der schlechte Zustand der Straße, die viele Fußgänger und Radfahrer im Moment nutzen müssen, weil Gehwege abgesperrt sind. "Die Schienen sind sehr gefährlich", sagt Jünger. Und sie werden schon seit vielen Jahren nicht mehr genutzt, führen sogar ins Nichts. Jünger selbst ist schon ein paar Mal fast gestürzt, als sie mit dem Rad unterwegs war. Senioren mit Rollatoren verhaken in den Gleisen oder stolpern über die holprigen Pflastersteine. Die Anwohnerin hätte sich mehr Informationen gewünscht von der Wogedo, auch wenn Inge Jünger es gut findet, dass sich etwas tut an der Straße. "Ich hoffe, dass noch ein bisschen Grün dazukommt", sagt sie.

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Isabell Rostohar ist Sprecherin bei der Wogedo, und sie kennt das Problem an der Straße. "Die Parkbuchten hat die Stadt abgesperrt", sagt sie. Offenbar würden neue Rohre dort verlegt im Zuge der Umgestaltung des Klinkeplatzes. "Unsere Handwerker müssen dort stehen", sagt Rostohar, die aber eine gute Nachricht hat: "Wir sind im Endspurt, Ende März sind wir mit 90 Prozent der Arbeiten durch." Im April sollen die ersten Mieter einziehen. Dass sich Anwohner wie Inge Jünger nicht gut informiert gefühlt haben, bedauert Rostohar. Vor Baubeginn sei ein Teil der Anwohner angeschrieben worden, dazu habe es Mitteilungen in der Presse gegeben und ein Bauschild mit den Kontaktdaten. "Aber wir lernen auch dazu", sagt die Wogedo-Sprecherin, inzwischen gebe es sogar Bürgerbeteiligungsverfahren. Und noch eine gute Nachricht gibt es für die Unterrather, was auch im Interesse der Wogedo ist: "Die Stadt will die Gleise wohl entfernen und die Straße neu pflastern", sagt Rostohar. Einen Zeitpunkt kennt sie aber nicht.

(RP)