Müll in Düsseldorf Ärger um Mülltonnen in Unterrath

Unterrath · Wegen Kanalbauarbeiten können die Müllwagen nicht mehr durch die Straße „Auf der Reide“.

 Jürgen Kubiak, Kai von Wulffen, Chris Jennings und Jan Osterloh (v.l.) sind verärgert, weil die Müllwagen nicht mehr bei ihnen halten.

Jürgen Kubiak, Kai von Wulffen, Chris Jennings und Jan Osterloh (v.l.) sind verärgert, weil die Müllwagen nicht mehr bei ihnen halten.

Foto: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Beschaulich ist es an der Straße „Auf der Reide“ in Unterrath, die parallel zu den Bahngleisen verläuft. Ein beschauliches Wohngebiet, rechts und links der schmalen Straße stehen viele Reihen- und Einfamilienhäuser. Doch das Idyll wird gestört. Grund dafür sind bis zu 20 große Mülltonnen, die 1100 Liter fassen, die vor einigen Häusern aufgestellt sind.

Diese Müllsammelstellen hat die Awista dort installiert, weil auf der Straße “Auf der Reide“ seit März 2018 an den Kanälen gearbeitet wird und die Müllfahrzeuge die Straße seitdem nicht mehr passieren können. Das ärgert die Unterra­ther: „Die Mülltonnen quellen oft über, sind eine Woche vor Abholung schon voll“, sagt Anwohner Jan Osterloh. Das ist nicht das einzige, was die Menschen im Viertel verärgert. Weil die Müllsammelstellen jeweils am Anfang und am Ende der Straße platziert sind, müssen die Bewohner, die in der Mitte der Straße ihr Haus haben, mehrere Hundert Meter weit laufen, um ihren Müll zu entsorgen. „Das ist gerade für alte Leute eine Zumutung“, sagt Anwohner Chris Jennings.

Die Awista begründete die Müllsammelstellen anfangs damit, dass die Müllwagen die Straße nicht durchgehend befahren können, weil sie in Teilen gesperrt war. Seit Anfang letzter Woche ist die Straße wieder durchgängig befahrbar, auch wenn weiter an den Kanälen gearbeitet und gebaut wird und noch nicht alles asphaltiert ist.

Auf Anfrage unserer Redaktion sagte die Awista, sie habe noch nicht die Freigabe der Stadt erhalten. Deswegen könne sie die Straße noch nicht regulär befahren. Außerdem könne sich an der Baustelle immer noch mal etwas ändern. „So eine Baustelle, die lebt, da ist nicht immer alles fix“, sagt Awista-Sprecherin Elke Brauer.

Die Stadttochter, das betont Elke Brauer, arbeitet aber daran, dass sich die Situation für die Menschen an der Straße „Auf der Reide“ verbessert. „Wir sind bemüht, den Anwohnern die Situation so angenehm wie möglich zu machen“, sagt sie. Das Abfallunternehmen sei selber auch nicht glücklich über die Lage in Unterrath. „Das ist auch für uns eine unbefriedigende Situation“, so Brauer. Im Juni kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten dann beendet sein.

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