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Der Kartäuser Park mit dem Kittelbach in Düsseldorf Unterrath ist wenig bekannt

Serie Parkcheck : Der unbekannte Kartäuser Park

Die Grünanlage in Unterrath liegt etwas versteckt. Dabei ist sie abwechslungsreich und zudem eine beliebte Abkürzung zum Airport. Allerdings gibt es weder öffentliche Toiletten noch ein gastronomisches Angebot.

Offiziell benannt wurde der große Grünzug zwischen der Unterrather Straße und dem Flughafengelände noch nicht. Im Volksmund wird dieser aber als Kartäuser-Park bezeichnet und somit nach dem alten Kartäuser Kloster benannt, das früher dort stand und für den Bau des Flughafens in den 1970er Jahren abgerissen wurde. Die Klosteranlage war ursprünglich von Brachland umgeben gewesen. Erst 1987, als die Bundesgartenschau in Düsseldorf für viel Grün in der Stadt sorgte, wurden dort Wege angelegt und parkähnliche Strukturen – allerdings ohne Blumenbeete – geschaffen. Nach wie vor gibt es aber im Park immer noch verwunschene, „wilde“ Ecken. Durch die Grünanlage mit großen Wiesen und kleinen Wäldchen fließt der Kittelbach, in dem der Schwarzbachgraben mündet. Auf den Gewässern tummeln sich zahlreiche Enten, und wer Glück hat, kann auch immer wieder Eichhörnchen in den Bäumen und Sträuchern beobachten.

Platz und Fülle Der Park ist groß, verfügt über ausgedehnte Wiesen und ist deshalb auch bei schönem Wetter nicht überlaufen. Menschen gehen dort spazieren, fahren Fahrrad, joggen, führen die Hunde aus oder machen ein Picknick auf den Wiesen. Immer wieder sieht man dort auch Menschen, die einen Koffer hinter sich herziehen, denn der Park ist eine beliebte Abkürzung zum Flughafen.

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Besondere Ausstattungen In der Nähe des Eingangs an der Hiddenseestraße befindet sich ein großer Hundeauslaufplatz. Zudem gibt es dort seit 1994 eine Erinnerungsstätte für das ehemalige Kartäuserkloster. Diese besteht aus einer vom Düsseldorfer Bildhauer Karl-Heinz Klein gefertigten 2,20 Meter großen Bronze-Statue eines Kartäuser-Mönchs und einem Modell der ehemaligen Klosteranlage. Der Park ist zudem Testgelände für den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. An zahlreichen Bäumen wurden dafür Fallen aufgehängt, die bislang erfolgreich die Ausbreitung der Raupen verhindern. Für Sportler bietet sich die Möglichkeit, die Joggingrunde problemlos auszudehnen. So wird der Kittelbach auf den anderen Seite der Unterrather Straße ebenfalls von Grünflächen gesäumt.

Sitzgelegenheiten gibt es reichlich entlang der Wege. Zahlreiche Bänke, aber auch große Findlinge wurden dafür – zumeist an Stellen mit einem schönen Ausblick – aufgestellt.

To-go-Gastronomie Verpflegung muss selber mitgebracht werden, denn im Park selbst gibt es keine Angebote wie ein Café oder Kiosk. Entlang der Unterrather Straße finden sich aber mehrere Supermärkte, Cafés und Bäckereien, ebenso wie am Flughafen.

Toiletten Gibt es ebenfalls nicht im Park. Auch in der direkten Umgebung sind keine öffentlichen Toiletten vorhanden. Die finden sich erst wieder am Flughafen.

Sauberkeit Im Park stehen mehrere Mülleimer, und die Anlage macht insgesamt einen gepflegten Eindruck. Nur in abgelegenen Ecken liegt schon einmal Müll herum.

Anbindung/Parkplätze Der Park kann von mehreren Stellen aus betreten werden, etwa von der Unterrather Straße aus auf Höhe der Kittelbachbrücke, von der Kartäuserstraße und dem Kieshecker Weg. Einen zentralen Parkplatz für den Park gibt es nicht, aber in der Regel findet man im Umfeld ausreichend Stellplätze. An der Haltestelle Am Röttchen halten die Bahnen 705 und 707 und die Busse 729, 730 und 760.