1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Unterrath

Der Kampf um Tempo 30 Am Röttchen in Düsseldorf geht weiter

Verkehrspolitik in Düsseldorf : Weiter Kampf um Tempo 30 Am Röttchen

Die Geschwindigkeitsreduzierung wurde mehrfach von der Verwaltung abgelehnt. Jetzt wird dazu ein neuer Antrag an die Verwaltung gestellt.

Nachdem die Bezirksvertretung 6 vergeblich über Jahre eine Geschwindigkeitsreduzierung für die Straße Am Röttchen angeregt hatte, war dieser Wunsch auch Thema im jüngsten Anregungs- und Beschwerdeausschuss (ABA). Dort war im Mai eigentlich beschlossen worden, dass jetzt erst einmal neue Parkregelungen beobachtet werden und dazu neue Geschwindigkeitsmessungen angesetzt werden sollen. Geplant ist, dass in der kurvigen Straße die Autos beim Parken den Bürgersteig nicht mehr mitbenutzen, sondern nur noch auf der Straße parken dürfen. Durch diese Verengung der Fahrspuren soll der Verkehr automatisch verlangsamt und mehr Platz für Fußgänger geschaffen werden.

Die Ratsfraktion SPD/Volt will aber nicht warten und hat nun einen Antrag an den Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) gerichtet, der am morgigen Freitag tagt. Der OVA soll damit aufgefordert werden, Tempo 30 für die Straße Am Röttchen zu beschließen. Die Fraktion will damit die mehr als 200 Bürger unterstützen, die eine Petition unterschrieben haben, mit der die Geschwindigkeitsreduzierung gefordert wird.

  • Fußgänger haben am Rather Broich wenig
    Fußgängersicherheit in Düsseldorf : Engstelle am Rather Broich soll beseitigt werden
  • Die Graf-Engelbert-Straße in Angermund ist eng,
    Verkehrsprobleme in Düsseldorf : Parksituation im Ortskern von Angermund bleibt ein Problem
  • Das Tempo 30-Schild am Mintarder Weg.⇥RP-Foto:
    Verkehrsprobleme : Bürger: Stärker auf Tempo 30 hinweisen
  • Zwei Arbeiter erneuern am 12.02.2013 auf
    ADAC, SPD und FDP kritisch : NRW-Grüne wollen Tempo 30 in den Städten
  • Wo heute noch Linienbusse fahren, könnte
    Aus den Solinger Stadtteilen : CDU will Ohligser Fußgängerzone vergrößern
  • Die Stadt will vier Millionen Euro
    Stadt will vier Millionen Euro investieren : Zahlreiche Radwege in Krefeld werden bis 2024 saniert

Die Bezirksvertretung hatte zuletzt als Kompromiss mit einem interfraktionellen Antrag Tempo 40 vorgeschlagen, aber darauf noch keine Reaktion seitens der Verwaltung erhalten.

Diese hat bislang Tempo 30 in der knapp einen Kilometer langen Straße abgelehnt, da dafür die rechtlichen Grundlagen fehlen würden. Als Argument führt die Verwaltung unter anderem an, dass es entlang der Straße keine schutzbedürftigen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen gebe. Zudem sei die Unfalllage dort unauffällig. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit würde zudem negative Folgen für den ÖPNV haben: Die Buslinie 729 bräuchte mehr Zeit.

Die Bürger argumentieren allerdings unter anderem damit, dass sich die Situation in der Straße in den letzten Jahren verändert habe. So gibt es an der Petruskirche ein neues Gemeindehaus und dort gegenüber ein Pflegezentrum der Graf-Recke-Stiftung.